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Rechnungshof ThüringenMillionen einsparen durch LED-Straßenlampen

Stand: 07. Dezember 2015, 20:38 Uhr

Thüringens Kommunen könnten bei der Umstellung ihrer Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten bis zu 14 Millionen Euro jährlich sparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung die der Landesrechnungshof und das Umweltministerium am Montag vorgestellt haben. Zugleich könnte der Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich 40.000 Tonnen gesenkt werden. Insgesamt bläst Thüringen derzeit rund 13 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 in die Luft.

Investitionen rechnen sich binnen weniger Jahre

Rechnungshof-Direktor Klaus Behrens sagte, die Anschaffung der LED-Lampen sei zwar teuer, die Kosten amortisierten sich aber durch niedrigeren Stromverbrauch, weniger Wartung und einer längeren Lebensdauer binnen drei oder vier Jahren.

Auch finanziell angeschlagene Kommunen könnten sich die Finanzierung leisten, erklärte Behrens. Wenn die Einsparungen höher seien als die Belastungen durch Zins und Tilgung, würde per Ausnahmeregelung auch jenen Kommunen ein Kredit bewilligt, die ansonsten keine neuen Schulden aufnehmen dürften.

Umweltministerin wirbt für Umstellung

Auch Umweltministerin Anja Siegesmund warb für eine Modernisierung der Beleuchtung auf Thüringens Straßen. "Es geht nicht darum, die Beleuchtung massiv herunterzufahren, es geht darum, klug zu beleuchten", sagte die Ministerin. Die Kommunen könnten für die nötigen Investitionen auch Förderangebote nutzen. Die Grünen-Politikerin verwies auf das Landesprogramm GreenInvest oder das EFRE-Programm der EU. Dabei sei eine Förderung von bis zu 80 Prozent der Kosten möglich. Zudem gebe es Beratungsmöglichkeiten der Energie- und Green-Tech-Agentur des Landes.

Straßenlaternen fressen 60 Prozent des kommunalen Stroms

Thüringens Finanzprüfer hatten für die Studie 234 Kommunen untersucht. Dabei ermittelten sie, dass es in Thüringen 355.000 Straßenbeleuchtungen mit einer Leistung von etwa 38 Megawatt installiert sind. Zumeist handelt es sich um Quecksilber- und Natriumdampf-Hochdrucklampen, die im Schnitt 15 bis 20 Jahre alt sind. Straßenlaternen haben einen Anteil von 60 Prozent am Gesamtenergieverbrauch der Kommunen.