Monatsmenge binnen zwei Tagen Ungewöhnlich viel Regen in Thüringen - 78 Liter pro Quadratmeter in Sömmerda

In manchen Regionen Thüringens hat es am Sonntag und Montag so viel geregnet wie sonst im gesamten Monat August. Meteorologen warnten für Montag erneut vor Dauerregen in weiten Teilen des Freistaats - etwa in den Gebieten zwischen dem Kyffhäuserkreis im Norden und dem Raum Gera.

Mann läuft im Regen
In einigen Regionen in Thüringen ist in 24 Stunden so viel Regen gefallen wie in vorherigen Jahren im gesamten Monat August. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Bernd März

In weiten Teilen Thüringens hat es am Sonntag und Montag ungewöhnlich starke Regenfälle gegeben. "In manchen Regionen Thüringens entsprechen die Niederschläge ungefähr der Monatssumme für den August", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag. So seien beispielsweise im Sömmerdaer Ortsteil Frohndorf von Sonntagmorgen bis Montagmorgen rund 78 Liter pro Quadratmeter Regen vom Himmel gefallen.

In Uhlstädt-Kirchhasel an der Saale (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) seien es im gleichen Zeitraum 69 Liter pro Quadratmeter gewesen, in Hummelshain (Saale-Holzlandkreis) waren es 63 Liter pro Quadratmeter. Nach Angaben des DWD-Experten liegt das Monatsmittel für den August in Thüringen bei etwa 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter.

Starker Regen auch am Montag in verschiedenen Regionen

Der Deutsche Wetterdienst gab am Montagvormittag erneut eine Unwetterwarnung für weite Teile Thüringens heraus. Bis Montagnachmittag müsse in Mittel-, Nord- und Ostthüringen mit ergiebigem Dauerregen gerechnet werden, hieß es darin. Betroffen seien die Gebiete zwischen dem Kyffhäuserkreis im Norden und dem Raum Gera im Osten inklusive der Regionen dazwischen.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. Regionale Warnungen werden sehr kurzfristig herausgegeben, um möglichst genau sein zu können. Wenn Sie einen Punkt auf der Karte auswählen, werden Ihnen die entsprechenden Warnungen angezeigt.

Auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen gab es ergiebige Niederschläge. In Leipzig liefen Keller voll, im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt wurde ein Erlebnistierpark überflutet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg/fno/mm, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. August 2021 | 05:00 Uhr

4 Kommentare

ule vor 14 Wochen

Egal ob Sonnenschein, zu wenig oder zu viel Regen, Früher zeichnete dafür der Apostel Petrus verantlich, heute wird alles was mit Wetter zu tun hat, dem Klimawandel zugeordnet.
Somit könnte das mit dem Klimawandel noch eine lange Geschichte werden. Denn das Wetter wird sich auch noch in 1000Jahren ändern, egal wieviele Abgabenerhöhungen, Preissteigerungen oder Steuererhöhungen im Namen des Klimawandels noch erfunden werden.

Uborner vor 14 Wochen

Ja, ja, mir glaubt auch keiner das die Erde ne' Scheibe ist.

Atheist vor 14 Wochen

Ja ja, der Klimawandel - wer’s glauben will.

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