Jubiläum 2023 Rennsteiglauf 2023: Alles zu Teilnehmern, Siegern und Ergebnissen

13. Mai 2023, 20:59 Uhr

Der 50. Rennsteiglauf fand mit mehr als 17.000 Teilnehmern statt. Die Königin des Supermarathons kommt dieses Jahr aus Thüringen. Es wurde jetzt sogar die Marke von 500.000 Zieleinläufen seit Beginn geknackt.

Janosch Kowalczyk ist der König des Jubiläums-Rennsteiglaufes. Der Trailrunner aus Stuttgart hat den Supermarathon über knapp 74 Kilometer am Samstag gewonnen. Seine Fabelzeit: 5 Stunden und 5 Minuten. Der Profiläufer war das erste Mal im Thüringer Wald dabei.

Nur acht Minuten langsamer war Steffen Justus aus Jena. Er wurde auf der langen Strecke Zweiter. Bei bestem Läuferwetter - Sonnenschein und angenehmen Temperaturen - ging die Jubiläumsausgabe über die Bühne.

Justus Steffen
Steffen Justus wurde Zweiter auf der Königsdistanz von 74 Kilometern. Aufgefangen wurde er vom Sieger Janosch Kowalczyk. Bildrechte: IMAGO/Christian Heilwagen

Bei den Frauen machte die Erfurterin Kristin Hempel das Rennen. Nach 6:17 Stunden kam sie in Schmiedefeld ins Ziel.

Kristin Hempel beim Zieleinlauf
Die Königin des "langen Kanten": Kristin Hempel beim Zieleinlauf. Bildrechte: IMAGO/Christian Heilwagen

Mehr als 2.000 Supermarathonläufer hatten sich um 6 Uhr morgens in Eisenach auf die Königsstrecke gemacht. Vor dem Start wurde traditionell der "Schneewalzer" eingespielt.

Die Sieger im Halbmarathon und Marathon

Gewonnen bei den Marathon-Männern hat Erik Hille aus Hamburg. Er lief die Distanz in 2:32 Stunden. Mit 3:08 kam Anne Barber als beste Marathon-Frau ins Ziel. Und war damit zwölf Minuten schneller als im Vorjahr. Los ging es für die Marathonis um 9 Uhr in Neuhaus am Rennweg.

Erik Hille kommt in Schmiedefeld ins Ziel
Erik Hille im schönsten Ziel der Welt. Bildrechte: IMAGO/Christian Heilwagen

Auch die Sieger im Halbmarathon stehen fest: Roman Freitag vom Leichtathletik Centrum in Erfurt ist nach 21,4 Kilometern als erster über die Ziellinie in Schmiedefeld gelaufen. Damit hat er seinen Titel auf der Halbmarathon-Strecke verteidigt. Bereits zum dritten Mal in Folge dominierte Nadine Hübel aus Fulda bei den Frauen. Los ging es für die Halbmarathonis um 7:30 Uhr in Oberhof.

Marke von 500.000 Startern geknackt

Innerhalb von 50 Jahren Rennsteiglauf hätten nun 500.000 Läuferinnen und Läufer das Ziel in Schmiedefeld haben. Diese Marke sei am Samstag geknackt worden, teilten die Veranstalter mit.

Mit im Trubel am Samstag: Hans-Georg Kremer. Der 77-Jährige gilt als einer der Mitbegründer des GutsMuths-Rennsteiglaufs. Der Sportwissenschaftler und Historiker war ebenfalls jahrzehntelang Renndirektor.

50 Teilnehmer im MDR-Team

Zum 50. Rennsteiglauf hatte MDR THÜRINGEN 50 Startplätze für laufbegeisterte Nutzer, -Zuhörer und -Zuschauer verlost. Sie gingen mit einem eigenen MDR-Team an den Start zum Halbmarathon.

Am Abend vor dem Rennsteiglauf: Kloßparty

Insgesamt gingen in diesem Jahr mehr als 17.000 Läufer, Wanderer und Walker aus über 20 Nationen an den Start. Ursprünglich hatte es rund 19.600 Anmeldungen gegeben. Nicht alle Angemeldeten seien gekommen, sagte ein Sprecher der Veranstalter. Allein 7.800 Teilnehmer waren es beim Halbmarathon, darunter auch Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD). Der Rennsteiglauf gilt als beliebtester Landschaftsmarathon Deutschlands und als größter Crosslauf Europas.

Am Abend zuvor gehört nicht nur in in Neuhaus am Rennweg die "Kloßparty" zum Standard-Repertoire dazu - stilecht mit Roulade und Rotkohl.

Aus Sicht der Polizei verlief die Veranstaltung so gut wie problemlos. Es habe fünf Rettungseinsätze wegen verletzter Läufer gegeben, die in Kliniken verlegt werden mussten, sagte ein Polizeisprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Neues Zieltor zum Jubiläumslauf

Der erste offizielle Lauf fand am 12. Mai 1973 als "100-km-GutsMuths-Gedenklauf" statt. Mit ihm sollte an den Pädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths erinnert werden. Die Strecke führte von der Hohen Sonne bei Eisenach bis nach Masserberg.

Die vier Studenten aus Jena, Hans-Georg Kremer, Hans-Joachim Römhild, Jens Wötzel und Wolf-Dieter Wolfram, liefen ohne Wettkampfabsicht und erreichten gemeinsam nach 9:55 Stunden das Ziel. Pünktlich zum Jubiläum steht auf dem Sportplatz in Schmiedefeld ein neues Einlauftor - in Form eines großen R.

Absperrungen und Tor für den Rennsteiglauf
Das Ziel aller Teilnehmer: Das Tor auf dem Sportplatz in Schmiedefeld. Bildrechte: MDR/Lutz Gerlach

Großes Gedränge herrschte dann am Samstagnachmittag nach den Läufen an der Haltestelle der Shuttlebusse in Schmiedefeld am Rennsteig. Läuferinnen und Läufer mussten Geduld und Nerven zeigen, bis sie in einen der Busse - etwa nach Oberhof - einsteigen konnten.

MDR (dvs), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Mai 2023 | 08:00 Uhr

6 Kommentare

dorschdi am 15.05.2023

Wie jedes Jahr ein toller Rennsteiglauf. Organisatorisch aber noch Luft nach oben. Startzeiten für Halbmarathon und Nordic Walker waren nicht optimal, deshalb zu viel Stau auf der Strecke am Kreisel in Oberhof. Die Nordic Walker sollten später starten. Später hat sich alles entzerrt und bei diesem 50. Jubiläumlauf war der Wettergott auf unserer Seite.

KaterCarlo am 14.05.2023

War jetzt das 7. Mal dabei auf unterschiedlichen Strecken. Perfektes Wetter und perfekte Organisation. Eine großes Lob an die Organisatoren und besten Dank an die vielen freiwilligen Helfer. Ihr macht den Rennsteiglauf zu einem großartigen Erlebnis. Nächstes Jahr wieder.

Kulturhauptstaedter am 14.05.2023

Das hat mich als Thüringer schon lange gekitzelt, hier mal mit am Start zu sein, auch wenn es nicht gleich ein Marathon war! Wurde belohnt mit einer herrlichen Strecke über den Rennsteig, bestem Wetter und einer tollen Organisation vom Start bis zum Zieleinlauf. Großen Respekt und Dank allen Teilnehmern, Helfern, Organisatoren und Fans für dieses außergewöhnliche Erlebnis.
Nächstes Jahr wieder, natürlich mit neuer Bestzeit!!

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