Umweltschutz Thüringen stockt Reparaturbonus-Programm um 250.000 Euro auf

Innerhalb der ersten sechs Wochen haben in Thüringen mehr als 2.100 Menschen den Reparaturbonus des Umweltministeriums in Anspruch genommen. Nun soll das Projekt von 150.000 Euro auf 400.000 Euro aufgestockt werden.

Ein Mann oeffnet in einem Badezimmer eine Waschmaschine, um sie zu reparieren (gestellte Szene).
Beantragt werden können zum Beispiel die Reparaturen von Waschmaschinen, Staubsaugern oder Laptops. Bildrechte: dpa

Das Land stockt sein im Juni gestartetes Programm "Thüringer Reparaturbonus" auf. Das teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Insgesamt stehen damit rund 400.000 Euro bereit. Innerhalb der ersten sechs Wochen seien mehr als 2.100 Reparaturen mit einem Fördervolumen von 150.000 Euro eingereicht worden. Genau dieses Interesse habe das Ministerium auslösen und damit ein Umdenken anregen wollen, so Ministerin Anja Siegesmund (B90/Grüne).

Der Reparaturbonus ist ein gemeinsames Projekt des Umweltministeriums mit der Verbraucherzentrale. Den Bonus können Interessenten zum Beispiel beim Reparieren von Waschmaschinen, Staubsaugern oder Laptops beantragen. Möglich sind Zahlungen bis zu 100 Euro pro Erwachsene in diesem Jahr. Ziel sei, Ressourcen zu schonen, so Siegesmund.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. August 2021 | 13:00 Uhr

8 Kommentare

part vor 6 Wochen

Kennt noch jemand die ehemaligen Dienstleistungszentren, auch unter den jungen MDR- Redakteuren? Dort wurde Wäsche zur Reinigung angenommen und der Einheitsbrei an Elektrogeräten zur Reparatur versandt und vieles mehr. In heutiger Zeit haben die meisten erschwinglichen Produkte ein MHD, das herrührt aus preiswerten Einzelkomponenten, Kurzlebigkeit der Software oder der nicht nachweisbaren Begrenzung der Lebensdauer. Viele alte Geräte sind oft noch höherwertiger produziert als der kurzlebige Schrott von heute, eine Erhaltung dieser ist auch eine Erhaltung von Kulturwerten. Doch so lange alte Handys in den Schubladen schlummern dürfen und Kinderarbeit zur Gewinnung von (Kobolt) immer noch preiswerter ist, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein?

emlo vor 6 Wochen

Eine Frage an die Kritiker: Warum halten Sie das für Steuerverschwendung? Es ist doch besser, Geräte werden repariert als dass sie vorzeitig auf dem Müll landen. Denn das vorzeitige Wegwerfen ist meinen Augen die Verschwendung, nämlich Verschwendung von Material und damit auch natürlichen Ressourcen. Das ist es doch, was unsere Natur immer mehr kaputt macht und uns letzten Endes die Lebensgrundlage entzieht. Und das kommt uns dann richtig teuer zu stehen!

Atheist vor 6 Wochen

Wirtschaft und Industrie ist darauf gepolt das Geräte nach 2 Jahren kaputt gehen müssen.
Wer sich schon mal mit der Geschichte der Glühlampe auseinander gesetzt hat weis das man so produzieren muss.
Wenn alle Produkte wie aus der DDR ein Leben lang halten wird das nix mit Konsum und Wohlstand.

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