Wirtschaft Tiefensee fordert Schritte gegen Rohstoffknappheit in Thüringen

Die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft sind auch in Thüringen spürbar geworden. Angesichts der Rohstoffknappheit erwägt Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Exportbeschränkungen "als letztes Mittel".

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee an einem Rednerpult.
Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee Bildrechte: IMAGO

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) schließt wegen der aktuellen Rohstoffknappheit befristete EU-Exportbeschränkungen nicht aus. Das müsse als "Ultima Ratio" erwogen werden, sagte Tiefensee am Sonntag. Zunächst könnten aber Stahl- und Kunststoffproduktion sowie Sägewerkskapazitäten ausgeweitet und Recycling- oder alternative Rohstoffe erschlossen werden.

Die aktuelle Rohstoffknappheit und der damit verbundene Preisanstieg gefährde Unternehmen und Arbeitsplätze, das müsse auf der nächsten Wirtschaftsministerkonferenz besprochen werden, sagte Tiefensee.

Corona-Krise beeinflusst internationalen Handel

Immer mehr Handwerker in Thüringen klagen über ausbleibende Material-Lieferungen und steigende Preise. Das kann laut Handwerkskammer dazu führen, dass sie Termine nicht einhalten können. Auch die Thüringer Automobilindustrie hat bereits gewarnt, dass die Erholung der Branche durch die hohen Preise in Gefahr sei.

Ursachen für die derzeitige Rohstoffknappheit sieht Wirtschaftsminister Tiefensee, dass Produktions- und Transportkapazitäten als Folge der Corona-Krise weltweit reduziert wurden. Auch eine deutlich erhöhte Nachfrage aus China und den USA führe zu nie dagewesenen Preissprüngen und fege den europäischen Markt leer.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Mai 2021 | 15:00 Uhr

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