Bildung Zukunft der Schulcloud: Darum wollen Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen kooperieren

Die Schulcloud hat nach Auffassung des Thüringer Bildungsministeriums ihre Feuertaufe bestanden - trotz aller Startschwierigkeiten. Am Freitag wurde ein Vertrag für eine länderübergreifende Zusammenarbeit unterzeichnet.

Ein Mädchen sitzt vor einem Laptop.
Präsenzunterricht statt Homeschooling - darauf setzen nicht nur Kinder und Eltern. Die Thüringer Schulcloud soll trotzdem weiter ausgebaut und verbessert werden. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/ Jochen Tack

Thüringen will die Schulcloud beibehalten und gemeinsam mit anderen Länder weiterentwickeln. Ein entsprechender Vertrag wurde am Freitag in Potsdam zwischen Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen unterzeichnet. Demnach soll die Cloud mindestens bis zum Jahr 2026 gemeinsam betrieben werden.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Fr 02.07.2021 19:00Uhr 05:02 min

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Was ist die Schulcloud?

Schulaufgaben bereitstellen, Lösungen hochladen oder in Video-Konferenzen gemeinsam diskutieren und Lösungswege besprechen: Die Schulcloud hat nach Auffassung des Thüringer Bildungsministeriums ihre Feuertaufe bestanden - trotz aller Kinderkrankheiten und Startschwierigkeiten. Aufgebaut wurde die Cloud bereits vor der Corona-Pandemie: als zukunftsweisendes Pilotprojekt mit 20 beteiligten Schulen. Doch in der Lockdown-Zeit wurde sie zur wichtigsten Lernplattform mit mehr als 800 beteiligten Schulen und bis zu 86.000 Zugriffen zeitgleich.

Wieso kooperieren nun drei Länder?

Das Potsdamer Plattner-Institut als Betreiberin des Pilotprojekts hat die Schulcloud am Freitag in die Hände der drei Länder Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen übergeben. Sie wollen vor allem auf technischem Gebiet kooperieren und sich die Kosten dafür teilen.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Di 15.06.2021 19:00Uhr 01:32 min

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Was kostet die Schulcloud?

Die Kooperation über die Ländergrenzen hinweg hat auch einen finanziellen Hintergrund. Sie ist Vorraussetzung dafür, dass die Länder Gelder aus dem Digitalpakt des Bundes bekommen. Damit wollen sie die Kosten für die Cloud gegenfinanzieren. Für Thüringen sind das in den nächsten fünf Jahren 17 Millionen Euro.

Sind die Cloud-Probleme in Thüringen gelöst?

Immer wieder hatte es Kritik an Zuverlässigkeit und Stabilität der Schulcloud gegeben, zuletzt war sie im Februar durch einen Hackerangriff lahmgelegt worden. Durch Zukäufe von Serverkapazitäten konnten die meisten Probleme und Engpässe beseitigt werden. Vor allem auf diesem Gebiet wollen die drei Länder zusammenarbeiten, sagt die Thüringer Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. Juli 2021 | 15:00 Uhr

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