Wirtschafts- und Infrastrukturministerium Zwei neue Staatssekretärinnen für Thüringen

Das Thüringer Kabinett hat am Dienstag zwei neue Staatssekretärinnen berufen. Die bisherige Referatsleiterin im brandenburgischen Wissenschaftsministerium, Katja Böhler, wechselt nach Thüringen - als Staatssekretärin in das von Wolfgang Tiefensee (SPD) geführte Wirtschaftsministerium. Sie ist dort künftig für Wirtschaftsförderung sowie Forschung, Technologie und Innovation zuständig. "Dabei verantwortet sie einen Etat von jährlich rund 700 Millionen Euro", teilte das Ministerium mit.

In Brandenburg hatte Böhler, die aus Eisenach stammt, das Referat Grundsatzfragen des Hochschulwesens, Hochschulplanung und Hochschulforschung geleitet. Sie folgt in Thüringen auf Valentina Kerst.

Die Weimarer Professorin Barbara Schönig wird Staatssekretärin im Infrastrukturministerium. Sie nimmt dort den Platz von Susanna Karawanskij (Linke) ein, die das Ressort inzwischen als Ministerin leitet. Schönig hat seit 2012 die Professur für Stadtplanung an der Bauhaus-Universität Weimar inne. Während ihrer Amtszeit im Ministerium ruht diese Tätigkeit, wie die Hochschule mitteilte.

Professorin Barbara Schönig
Barbara Schönig leitet seit 2012 an der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar die Professur für Stadtplanung. Bildrechte: Thomas Müller/Bauhaus-Universität Weimar

CDU-Fraktion kritisiert Berufung

Die CDU im Landtag kritisierte die Berufung Schönigs. Der haushaltspolitische Sprecher der Fraktion, Maik Kowalleck, sagte, die Stelle der Staatssekretärin im Infrastrukturministerium sei nur geschaffen worden, um den damaligen "Multifunktions-Minister" Benjamin Hoff (Linke) zu entlasten. Hoff hatte als Chef der Staatskanzlei und Kulturminister zeitweise noch die Führung des großen Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft übernommen. Mit der neuen Ministerin Susanna Karawanskij sei diese Begründung aber hinfällig. Eine dauerhafte Versorgung einer zusätzlichen Staatssekretärin sei vor den Steuerzahlern nicht zu rechtfertigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa(uka)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

12 Kommentare

Thueringer Original vor 29 Wochen

Die thematisierten neuen Staatssektretärinnen sind Nachbesetzungen. Gegen den Rechnungshof hat sich der Beamtenbund gestellt. Aber SIe können sich ja mal mit dem Personalabbaupfad beschäftigen.

Thueringer Original vor 29 Wochen

Haben Sie sich mal mit unserem Finanzsystem beschäftigt? Schauen Sie doch mal Oconomia aus der ZDF Mediathek.

@Ilse: Die eine ehemalige Staatssektretärin ist ja jetzt Ministerin. Aber für die beiden Neuen gilt "neue Besen kehren gut". Das ist keineswegs despektierlich gemeint.

Matthi vor 29 Wochen

In der freien Wirtschaft werden manche Berufsgruppen Mitarbeiter besser bezahlt als in der Verwaltung, aber wenn keine Leistung bzw. gute Ergebnisse in der freien Wirtschaft kommen dann sind sie ganz schnell weg vom Fenster.

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