Thüringer Landesamt für Statistik Im Bauhauptgewerbe stiegen die Umsätze

Die Umsätze der Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sind um fast drei Prozent zurückgegangen, so das Landesamt für Statistik. Eine Ausnahme bildet das Bauhauptgewerbe. Hier stiegen die Umsätze um 6,3 Prozent.

Auf der Baustelle «Residenz am Zwinger» in Dresden (Sachsen) wird gearbeitet.
Das Bauhauptgewerbe konnte seine Umsätze sogar steigern Bildrechte: dpa

Sowohl die Zahl der Aufträge als auch die der Mitarbeiter in der Thüringer Industrie ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Der Gesamtumsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Mitarbeitern lag in der Zeit von Januar bis März 2020 bei 421 Millionen Euro. Bei einem Arbeitstag und drei Betrieben mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht dies einem um 25 Millionen Euro oder um 6,3 Prozent höheren Gesamtumsatz.

Weniger Mitarbeiter - mehr Arbeitsstunden

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren 51 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger beschäftigt. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden und die gezahlten Entgelte lagen um 5,9 Prozent bzw. 6,3 Prozent höher. Je tätiger Person wurde in den ersten drei Monaten des Jahres ein baugewerblicher Umsatz in Höhe von 28.996 Euro erarbeitet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 27.132 Euro.

Von Januar bis März 2020 wurden Aufträge in Höhe von 473 Millionen Euro vergeben. Das waren 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich der Bauarten erhielt der öffentliche und Straßenbau mit 279 Millionen Euro wertmäßig die meisten Aufträge und erwirtschaftete mit 196 Millionen Euro den höchsten baugewerblichen Umsatz.

Umsatzrückgang in der Industrie

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis März 2020 einen Umsatz in Höhe von acht Milliarden Euro. Das sind 2,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Wirtschaftszweige mit Umsätzen über 500 Millionen Euro

Die Auslandsumsätze lagen von Januar bis März 2020 bei drei Milliarden Euro. Das waren 1,9 Prozent weniger als im 1. Quartal 2019. Die Wirtschaftszweige mit Auslandsumsätzen über 300 Millionen Euro waren die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 383 Millionen Euro, die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 331 Millionen Euro, der Maschinenbau mit 319 Millionen Euro sowie die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 315 Millionen Euro.

Im Monatsdurchschnitt des 1. Quartals 2020 arbeiteten rund 145.000 Personen in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Im Vergleich zum 1. Quartal 2019 war das ein Rückgang von 3.659 Personen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Erstellung der Statistik

Alle hier genannten Zahlen stammen vom Thüringer Landesamt für Statistik. Das Thüringer Landesamt für Statistik verzichtet allerdings in der gegenwärtig angespannten Lage auf eine Durchsetzung der Meldepflicht. Daher sind für den Berichtsmonat März bis zum jetzigen Zeitpunkt weniger Meldungen eingegangen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Dennoch arbeitet das Amt an der Bereitstellung von Statistiken, insbesondere möglichst aktueller Konjunkturdaten. Diese sind in der momentanen Situation deshalb von Bedeutung, da Schätzverfahren aufgrund der Sondersituation keine belastbaren Ergebnisse liefern können.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Mai 2020 | 16:00 Uhr

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