Nacht zum Freitag Inselsberg oder Rhön: Wo Sternschnuppen gut zu sehen sind

In der Nacht zum Freitag zeigen sich am Himmel voraussichtlich viele Sternschnuppen. Denn dann kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle. An erhöhten Punkten wie dem Inselsberg und in weniger dicht besiedelten Regionen wie der Rhön kann das Spektakel besonders gut beobachtet werden.

Sternenhimmel mit Sternschnuppe
Sternschnuppe am Himmel Bildrechte: imago/VIADATA

Wer noch ein paar unerfüllte Wünsche hat, aufgepasst: In der Nacht zum Freitag erscheinen am Himmel bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Grund dafür ist der Meteorstrom der Perseiden, der jedes Jahr rund um den 12. August von dem Kometen "Swift-Tuttle" ausgelöst wird. Besonders gut ist das Himmelsschauspiel in dünn besiedelten Regionen zu beobachten.

Derr Komet mit dem korrekten Namen 109P/Swift-Tuttle wurde nach seinen beiden Entdeckern, den Astronomen Lewis A. Swift und Horace Parnell Tuttle, benannt. Sie haben ihn erstmalig unabhängig voneinander im Jahr 1862 gesichtet.

Bedingungen in diesem Jahr besonders gut

Während Swift/Tuttle im All seine Bahnen zieht, hinterlässt er eine Staubspur. Jedes Jahr um den 12. August herum kreuzt die Erde bei der Umrundung der Sonne genau diese Staubspur. Diesen "kosmischen Dreck" sehen wir auf der Erde in Form von Sternschnuppen.

Die Bedingungen sind dieses Jahr besonders gut: Dank der aktuell eher dünnen Mondsichel bleibt es dunkel. Und auch das Wetter scheint mitzuspielen. Vorhersagt ist eine trockene, relativ wolkenlose Nacht über Thüringen. Im besten Fall richtet man den Blick nach Nordosten. Die Sternschnuppen werden rund um das Himmelsbild des "Perseus" zu sehen sein - daher auch der Name "Perseiden".

Perseiden 2 min
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2 min

Mo 01.07.2019 13:51Uhr 01:30 min

https://www.mdr.de/wissen/astrokalender/perseiden-meteorschauer-100.html

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Decke einpacken und ab ins Freie...

Der richtige Sternschnuppenregen beginnt ungefähr um halb elf in der Nacht und hält bis Mitternacht an. Um das Naturschauspiel bewundern zu können, ist es wichtig, einen dunklen Ort im Freien aufzusuchen. Je weiter das nächste Licht entfernt ist, desto besser.

In den Städten werden die Perseiden eher nicht sichtbar sein. Besonders schön dürfte es dagegen in dünn besiedelten Regionen, wie zum Beispiel der Rhön, werden. Auch Erhebungen wie der Große Inselsberg im Thüringer Wald versprechen eine gute Sicht. Am Erlebnisturm in Bad Tabarz kann man ab 21 Uhr gemeinsam mit anderen gucken - inklusive Musik und Imbissmöglichkeit.

Inselsberg von oben
Von Bergen und Anhöhen in dünn besiedelten Regionen - wie hier dem Inselsberg - hat man meist einen ungestörten Blick auf den nächtlichen Himmel und kann daher Sternschnuppen am besten sehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für alle die es einsamer mögen bietet sich einer der Himmelsschauplätze in der Rhön an, zum Beispiel auf der Aussichtsplattform der Hohen Geba im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Auch das Astronomiemuseum der Sternwarte in Sonneberg hat zum Sternschnuppen zählen eingeladen. Dort sind die Plätze allerdings schon ausgebucht.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. August 2021 | 11:30 Uhr

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