Tarifkonflikt Warnstreik im Einzelhandel: Ikea- und Kaufland-Beschäftigte legen Arbeit nieder

In mehreren Thüringer Städten streiken die Beschäftigten der Supermarktkette Kaufland und des Möbelhauses Ikea. Sie sind einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt, die mit den Arbeitgebern derzeit um höhere Löhne und Gehälter ringt.

Mann bei Warnstreik vor rotem Verdi-Logo
Beschäftigte von Kaufland und Ikea haben am Freitag in Thüringen ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Ausstand aufgerufen (Foto: Archiv). Bildrechte: dpa

Im Tarifkonflikt im Einzel- und Versandhandel hat die Gewerkschaft Verdi am Freitag die Streiks ausgeweitet. Knapp 250 Beschäftigte legten in Thüringen die Arbeit nieder, wie ein Sprecher mitteilte. Betroffen sind landesweit zehn Kaufland-Filialen, unter anderem in Erfurt, Sömmerda, Gera und Suhl, und der Möbelhändler Ikea in Erfurt. Gestreikt wird zwei Tage lang. Kunden müssten bis Samstagabend mit längeren Wartezeiten rechnen, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich, darüber ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeberseite lehnt diese Forderungen ab, ihr Angebot liegt mit einer gestaffelten Lohnerhöhung deutlich darunter. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Mitteldeutschland waren am 1. Juni ergebnislos vertagt worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Juni 2021 | 10:00 Uhr

1 Kommentar

part vor 25 Wochen

Komisch, wo doch bei Kaufland schon seit Monaten gestreikt wird: keine Einkaufswagen im Eingangsbereich, teilweise leere Regale, lange Schlangen an den Kassen und immer weniger Sortiment, oder ist es gar die Geschäftsleitung, die den Laden gegen die Wand fahren möchte?

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