Thüringer Frühwarnsystem Corona-Warnstufe "Gelb": Schärfere Regeln für Suhl und Hildburghausen

In Hildburghausen und Suhl ist die Corona-Warnstufe auf "Gelb" gesprungen. Damit müssen in den beiden Landkreisen die Corona-Regeln verschärft werden. Es gilt beispielsweise in Gaststätten und Schwimmbädern wieder eine Testpflicht. Außerdem können die Personenzahlen bei privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen begrenzt werden.

Eine Mitarbeiterin des Landkreises Harz untersucht im Testzentrum in der Anne-Frank Grundschule in Halberstadt einen Corona Schnelltest.
Mit Corona-Warnstufe "Gelb" ist die Testpflicht in verschiedneen Einrichtungen verbunden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In den Landkreisen Hildburghausen und Suhl müssen strengere Corona-Regeln aufgestellt werden. Nach dem Thüringer Frühwarnsystem erreichten die kreisfreie Stadt Suhl und der Landkreis Hildburghausen am Sonntag die Warnstufe "Gelb", wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

In beiden Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag an mehr als drei Tagen über dem Schwellenwert von 35. Zugleich hat die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz an drei Tagen nacheinander ebenfalls die Warnstufe 1 erreicht. Das heißt, es liegen auf 100.000 Einwohner gerechnet mehr als vier Covid-19-Patienten im Krankenhaus. Konkret sind es im Landkreis Hildburghausen mehr als neun, in Suhl mehr als acht.

Grafik zum Corona-Warnsystem in Thüringen ab 24. August
Grafik zum Corona-Warnsystem in Thüringen seit 24. August. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach den Thüringer Corona-Regeln müssen die Kommunen nun gegensteuern.

Mit Warnstufe 1 sind zwingend verbunden:

  • eine Testpflicht beispielsweise für Gaststätten, Fitnessstudios, Saunen, Schwimmbäder und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen;
  • eine Testpflicht bei gewerblichen Übernachtungen: ein Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts;
  • von der Testpflicht ausgenommen sind Genesene und Geimpfte.

Mit Warnstufe 1 können örtliche Behörden:

  • Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen beschränken;
  • die Genehmigungspflicht bei privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen ausweiten;
  • Kontaktbeschränkungen in geschlossenen Räumen erlassen (nur bei stark steigendem Infektionsgeschehen);
  • die Einhaltung der Maßnahmen kontrollieren lassen.

Thüringenweit stieg die Inzidenz bei Neuinfektionen am Sonntag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts auf 30. Im Bundesvergleich ist das der drittniedrigste Wert hinter Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 05. September 2021 | 12:00 Uhr

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