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Marktplatz und Landratsamt von Hildburghausen. Der Landrat hat die Kassenärztliche Vereinigung um Hilfe gebeten. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Corona-Pandemie

Höchste Inzidenz, niedrigste Impfquote: Hildburghäuser Landrat bittet um Hilfe

von MDR THÜRINGEN

Stand: 22. Juli 2021, 17:09 Uhr

Thomas Müller (CDU), Landrat von Hildburghausen, hat die Kassenärztliche Vereinigung um Lösungen und mehr Aufklärung bei Corona-Impfungen gebeten. Der Landkreis hat die höchste Inzidenz, aber die niedrigste Impfquote.

Wegen der vergleichsweise geringen Impfquote im Landkreis Hildburghausen hat Landrat Thomas Müller (CDU) die Kassenärztliche Vereinigung (KVT) um Hilfe gebeten. In einem Brief an die KVT regte Müller unter anderem eine bessere Impfaufklärung sowie den Einsatz mobiler Impfteams an.

Impfquote im Landkreis niedrigste in ganz Thüringen

Thomas Müller, Landrat des Kreises Hildburghausen Bildrechte: dpa

Gerade weil der Landkreis Hildburghausen enorm von der Corona-Pandemie betroffen war, sei die geringe Impfbereitschaft für ihn unverständlich. An vielen Stellen fehlten Lösungen, um das Impfen voranzutreiben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag die Impfquote bei der Erstimpfung gegen das Coronavirus im Kreis am Montag bei 39 Prozent. Das war die niedrigste Quote thüringenweit. Auch bei der zweiten Impfung ist der Kreis mit 31,9 Prozent landesweites Schlusslicht. Zum Vergleich: In Erfurt waren am Montag 61 Prozent zum ersten Mal und 53,7 Prozent zum zweiten Mal geimpft.

Der Landkreis Hildburghausen hat mit 22,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen aktuell die höchste Inzidenz in Thüringen.

Drei Thüringer Impfzentren schließen

Indes fährt Thüringen seine Impfkapazitäten zurück. Von den derzeit vier überregionalen Impfzentren wird zunächst nur das in Erfurt über den Sommer hinaus weiterarbeiten. Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT) teilte mit, das habe der Pandemiestab in Rücksprache mit dem Gesundheitsministerium beschlossen. Hintergrund seien auslaufende Mietverträge und anderweitige Planungen für die Hallen, aber auch die sinkende Nachfrage nach Impfterminen.

Impfungen bei Hausärzten und in Impfstellen möglich

Weiter geimpft wird bei den Thüringer Hausärzten. Auch die 29 wohnortnahen Impfstellen bleiben laut Ministerium bestehen. Sie sollen mindestens bis Ende September fortgeführt werden. Gleichfalls werde an den Wochenenden das Impfangebot mit dem Vakzin von Johnson & Johnson - bei dem nur eine Spritze notwendig ist - aufrechterhalten. Dafür sei nicht unbedingt ein Terminbuchung nötig, sondern könnten sich Kurzentschlossene auch spontan impfen lassen.

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Neue Ideen gegen Impfmüdigkeit

Die Hürden, zum Impfen zu gehen, sollen gesenkt werden. Beispielsweise durch ein Nachtimpfen in Jena, Familienimpftage oder ein Impfangebot für Besucher des Kyffhäuserdenkmals soll die Möglichkeit des Impfens so einfach wie möglich gemacht werden. Laut Jörg Mertz von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sind aktuell 56.000 freie Impftermine verfügbar. Damit diese stärker genutzt werden, tritt die KVT als neuer Trikotsponsor des Fußball Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena auf. Damit können sich ab nächster Woche Fans vor den Jenaer Spielen impfen lassen.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 22. Juli 2021 | 10:30 Uhr

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