Tierquälerei Blindes Pferd gegen Baum gehetzt - Kamera zeichnet Täter auf

Ein Unbekannter hat auf dem Gnadenhof in Themar im Landkreis Hildburghausen ein blindes Pferd in Panik versetzt und gegen einen Baum gehetzt. Das Tier verletzte sich dabei schwer an Beinen, Kopf, Hals und Brust. Zuvor war der Mann unbemerkt auf das Gelände gelangt und hatte mehrere Pferde aufgescheucht.

Ein Pferd mit einer Wunde am Kopf
Das Pferd zog sich beim Zusammenprall mehrere Wunden zu, unter anderem am Kopf. Bildrechte: Gnadenhof Themar e.V.

Auf dem Gnadenhof in Themar (Landkreis Hildburghausen) ist es erneut zu einem Fall von Tierquälerei gekommen. Wie der Betreiber MDR THÜRINGEN sagte, hat ein unbekannter Mann ein blindes Pferd gegen einen Baum gehetzt und dadurch schwer verletzt. Das Tier war in Panik geraten und frontal gegen einen Baum gerannt. Dabei verletzte es sich schwer an Kopf, Beinen, Hals und Brust.

Zuvor war der Mann unbemerkt auf das Gelände gelangt und hatte mehrere Pferde aufgescheucht. Zudem war das Tor der Koppel geöffnet worden, sodass die Pferde auf eine Bundesstraße hätten laufen können. Die Vorfälle wurden von einer Videokamera des Hofs in der Nacht zum Dienstag aufgezeichnet.

Eine Decke mit roten Flecken liegt auf einem Baustumpf
Das Pferd verletzte sich beim frontalen Zusammenprall mit diesem Baumstumpf. Bildrechte: Gnadenhof Themar e.V.

Dritter Angriff auf Tiere des Gnadenhofs

Eine Alarmanlage hatte den Besitzer geweckt. Der Täter konnte dennoch flüchten. Jetzt wertet die Polizei das Videomaterial aus. Der Besitzer sprach im MDR von einem "feigen Anschlag".

Es ist das dritte Mal, dass Tiere des Gnadenhofs von Tierquälern angegriffen werden. Seit November vergangenen Jahres wurden insgesamt zwei Zicklein und eine erwachsene Ziege von Unbekannten misshandelt und getötet. Für Hinweise hatte der Gnadenhof schon im Februar eine Belohnung über 600 Euro ausgesetzt.

Auf dem Gnadenhof kümmern sich Ehrenamtliche um alte, zuvor schlecht oder nicht artgerecht gehaltene oder verstoßene Tiere.

Thüringenweit Angriffe auf Tiere

Das Phänomen, dass Tierquäler auf Koppeln ihr Unwesen treiben, ist nicht neu. Im vergangenen Jahr wurden in mehreren Regionen Thüringens Pferde angegriffen. Ein Täter, der sogenannte Pferderipper von Heiligenstadt, wurde im vergangen August verurteilt. Er hatte vor mehr als fünf Jahren zwei Tiere auf einer Koppel im Eichsfeld verletzt. Dafür bekam er zwei Jahre auf Bewährung und musste 1.000 Euro an ein Tierheim zahlen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 24. Februar 2021 | 19:00 Uhr

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