Abteilung für Altersmedizin Hildburghausen: Regiomed-Klinik trennt sich von umstrittenem Chefarzt

Der Klinikkonzern Regiomed trennt sich vom Chefarzt für Altersmedizin am Krankenhaus in Hildburghausen. Wie eine Sprecherin bestätigte, gehen Volker Heinbuch und Regiomed künftig getrennte Wege. Der Arzt war zuletzt in die Schlagzeilen geraten. Auch wirtschaftlich hat der Konzern Probleme. Wie Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke sagte, rechnet er in diesem Jahr mit einem Verlust von rund vier Millionen Euro.

Kreiskrankenhaus Hildburghausen (Regiomed-Klinikum), Verschlossene Eingangstür
Details zum Ausscheiden des Chefarztes nennt der Konzern bisher nicht. Bildrechte: imago images/MedienServiceMüller

Der Klinikkonzern Regiomed trennt sich vom Chefarzt für Altersmedizin am Krankenhaus in Hildburghausen. Wie eine Sprecherin sagte, gehen Volker Heinbuch und Regiomed künftig getrennte Wege. Heinbuch habe gegen arbeitsrechtliche Richtlinien verstoßen. Details wurden nicht genannt. Volker Heinbuch hatte erst im vergangenen Jahr die Leitung der neuen Abteilung für Altersmedizin übernommen.

Im November hat der Chefarzt in einem regionalen Anzeigenblatt einen impfskeptischen Aufruf von mehreren Medizinern unterschrieben und darin das Ende aller Coronaregeln gefordert. Regiomed hatte dies zwar kritisiert, aber als private Meinungsäußerung gewertet und keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen gezogen. Zuerst hat das Freie Wort berichtet.

Schwieriges Jahr für Regiomed

Der Klinikverbund Regiomed blickt nach eigenen Angaben auf ein besonders schwieriges Jahr zurück. Wie Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke sagte, trifft die Coronapandemie das Unternehmen in einer wirtschaftlich außerordentlich schwierigen Phase. Der finanziell angeschlagene Konzern mit Krankenhäusern in Südthüringen und Oberfranken werde noch immer saniert.

Probleme habe der Konzern unter anderem damit, die von der Politik vorgegebenen eingeschränkten Kapazitäten auszugleichen. So hat Regiomed zahlreiche planbare Operationen verschieben und OP-Säle stilllegen müssen. Das bedeute Einnahmenverluste. Zusätzlich werde die Bilanz durch gestiegene Preise für Schutzausrüstungen belastetet. Schmidtke rechnet in diesem Jahr mit einem Verlust von rund vier Millionen Euro.

Der Regiomed-Konzern war 2019 in finanzielle Schieflage geraten. Der Verlust betrug anfangs mehr als 25 Millionen Euro. Ende kommenden Jahres will das Unternehmen laut Schmidtke wieder schwarze Zahlen schreiben.

Quelle: MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. Dezember 2021 | 11:00 Uhr

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