Vogelgrippe Hildburghausen hebt als letzter Thüringer Kreis Stallpflicht auf

Thüringer Geflügelhalter hatten am Jahresbeginn mit der Vogelgrippe zu kämpfen. Nach dem Beginn der zweiten Welle im März galt in den meisten Kreisen die Stallpflicht. Nun hebt auch Hildburghausen diese Regelung auf.

Geflügel im Stall
Thüringenweit sind seit Jahresbeginn 37 tödliche Vogelgrippe-Infektionen nachgewiesen worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als letzter Thüringer Landkreis hebt Hildburghausen die Stallpflicht für Hausgeflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe auf. Nach Angaben des Landratsamts dürfen Hühner, Enten und Gänse ab Mittwoch wieder ins Freie. Seit drei Wochen seien in der Region keine neuen Fälle der Tierkrankheit registriert worden, die auch Geflügelpest genannt wird. Die Stallpflicht galt seit Anfang Januar für Halter in zwei Ortsteilen von Schleusingen.

Zweite Welle ab Mitte März

Thüringens Geflügelhalter hatten seit Jahresbeginn mit zwei Vogelgrippe-Wellen zu kämpfen: Nach dem Fund infizierter Wildvögel in Nordthüringen hatten zunächst fast alle Kreise und kreisfreien Städte eine Stallpflicht verfügt. Die Vorschrift galt entweder für das gesamte Gebiet der jeweiligen Kommune oder für einige Gemeinden.

Ende Februar hoben die ersten Kommunen die Stallpflicht wieder auf, bis Mitte März eine zweite Welle einsetzte: In Mühlhausen wurden infizierte Wildvögel tot an einem Teich gefunden, außerdem wurde ein Zuchtbetrieb im Weimarer Land von einem Partnerunternehmen in Nordrhein-Westfalen mit infizierten, lebenden Tieren beliefert.

Weil diese Tiere von Geflügelhaltern aus ganz Thüringen gekauft worden waren, verbreitete sich die Vogelgrippe landesweit. Die Kommunen reagierten abermals mit Stallpflicht-Vorschriften. Erst seit Ende April durfte Geflügel in den ersten Kommunen wieder im Freien picken.

Rund 1.100 Tiere getötet 

Thüringenweit sind seit Jahresbeginn 37 tödliche Vogelgrippe-Infektionen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Landesamts für Verbraucherschutz entfiel der Großteil auf den Ausbruch im Geflügelhof im Weimarer Land.

Insgesamt 555 Tiere starben an der Geflügelpest, ohne dass die Krankheit einzeln nachgewiesen wurde. Weitere 1.100 Tiere wurden getötet, damit sich das Virus nicht weiter verbreitet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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