Wirtschaft Regiomed-Krankenhaus in Hildburghausen erneut mit Millionenverlust

Die Situation des Regiomed-Krankenhauses in Hildburghausen verschärft sich weiter. Die Klinik machte 2021 bisher 2,5 Millionen Euro Verlust. Nun soll umstrukturiert werden. Notfallaufnahme und Intensivstation werden kleiner.

Die Regiomed-Klinik in Hildburghausen
Die Regiomed-Klinik in Hildburghausen. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Das Regiomed-Krankenhaus in Hildburghausen hat in diesem Jahr bereits einen Verlust von rund 2,5 Millionen Euro verzeichnet. Wie der Klinik-Konzern am Mittwoch mitteilte, verschärft sich damit die finanzielle Situation an dem Krankenhaus. Im gesamten Klinikverbund ist das Haus in Hildburghausen das verlustreichste.

Bereits im vergangenen Jahr hat Regiomed insgesamt einen Verlust von 6,4 Millionen Euro verbucht. Allein 3,5 Millionen Minus entfielen auf das Krankenhaus in Hildburghausen.

Notfallaufnahme und Intensivstation sollen verkleinert werden 

Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke wies Berichte zurück, wonach neben der Gynäkologie und der Geburtsstation weitere Stationen geschlossen werden sollen. Das Krankenhaus müsse jedoch dringend umstrukturiert werden. So soll in Hildburghausen ein Zentrum für Altersmedizin mit einer modernen geriatrischen Reha entstehen.

Außerdem werde die Klinik auch weiter als Notfallkrankenhaus bestehen bleiben und die sogenannte Erst- und Grundversorgung bieten. Geschlossen werden jedoch das Labor und die Sterilisation.

Geburtsstation 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mi 31.03.2021 19:00Uhr 02:08 min

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Kreistag wird über Details informiert

Zudem sollen Notfallaufnahme und Intensivstation verkleinert werden. Über die konkreten Pläne soll der Kreistag am Mittwoch in der kommenden Woche in einer nichtöffentlichen Sitzung informiert werden.

Der Klinikkonzern Regiomed betreibt Krankenhäuser, Seniorenheime und Rehakliniken in den Kreisen Sonneberg, Coburg und Lichtenfels. 2019 war überraschend ein Verlust von fast 20 Millionen Euro öffentlich geworden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 02. Juni 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Wagner vor 2 Wochen

Warscheinlich fehlt die medizinische Profilierung und die interne Standortabstimmung: jeder macht alles. Aber an Notaufnahmen und Intensivmedizin zu sparen ,finde ich gewagt. Genau das sind doch die Bereiche ,die auch im ländlichen Raum als Anlaufpunkt dienen — Intensiv hat doch ebenfalls Berechtigung : Corona,Schlaganfälle, Herz-Kreislauf ....

Critica vor 2 Wochen

Millionenverluste? Schließung von Stationen, besonders Intensivstation?
Und das in der "aller-allerschlimmsten Pandemie allerZeiten..."
Wissen das Herr Lauterbach, Herr Drosten, Herr Spahn?

Queroland vor 2 Wochen

Na das ist doch nur logisch.
Wenn ich Intensivstationen schließe, dann können diese nicht mehr überlastet werden. (Ironie aus)
Ein Krankenhaus in privater Hand wird nie nach Menschlichkeit wirtschaften sondern immer versuchen, den Gewinn zu maximieren.
Die Politik ist hier nicht ganz unschuldig. So erschließt sich mir nicht, warum damals eine finanziell gesunde Einrichtung des Landes wie die Nervenklinik in Hibu erst an Rhön-Klinikum verkauft und jetzt bei Helios gelandet ist. Wie toll die sogenannte Synergie Effekte sind, sieht man der Wertschätzung der Mitarbeiter durch die derzeitige Geschäftsführung.
Hier geht es nur um Einsparungen, Einsparungen, Einsparungen auf dem Rücken der MA.

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