Vandalismus Unbekannte fluten Festhalle in Ilmenau

Unbekannte sind am Wochenende in die Baustelle der Ilmenauer Festhalle eingebrochen und haben das Gebäude unter Wasser gesetzt. Technische Anlagen standen knapp einen Meter tief im Wasser. Auch die neue Lüftungsanlage wurde beschädigt - es ist nicht ausgeschlossen, dass sie komplett ausgetauscht werden muss. Das könnte die Sanierungsarbeiten um Monate zurückwerfen.

Festhalle Ilmenau
Die Festhalle in Ilmenau wird derzeit saniert. Unbekannte haben die Baustelle jedoch unter Wasser gesetzt und einen hohen Schaden angerichtet. Die Bauarbeiten werden sich verzögern. (Archiv) Bildrechte: Stadtverwaltung Ilmenau

Durch Vandalismus ist im Keller der Ilmenauer Festhalle ein hoher Sachschaden entstanden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren Unbekannte am Wochenende in die Baustelle der Festhalle eingebrochen und hatten Wasser in das Gebäude geleitet. Das Wasser lief laut Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (pl) in die neue Lüftungszentrale. Dort stehen technische Geräte im Wert von mehr als 100.000 Euro. Die Anlagen standen demnach knapp einen Meter tief im Wasser.

Wasser in einem Kellergang.
Im Keller der Festhalle entstand ein Schaden in voraussichtlich sechsstelliger Höhe. Bildrechte: Stadtverwaltung Ilmenau

Vor einem Funktionstest müssen Anlagen trocknen

Die Ilmenauer Feuerwehr pumpte das Wasser ab. Wie hoch der Sachschaden ist, könne allerdings noch nicht beziffert werden, hieß es. Alles muss nun mehrere Tage trocknen, bevor ausprobiert werden kann, ob die Lüftungsanlagen noch funktionieren, so Schultheiß. Im Extremfall müsse die Lüftungsanlage komplett ausgetauscht werden. Dafür müssten auch bereits eingebaute Wände wieder entfernt werden, was die Arbeiten noch teurer machen würde. Schultheiß sprach von einem möglichen Schaden im sechsstelligen Bereich. Ob eine Versicherung einspringe, sei unklar.

Bauarbeiten verzögern sich

Für die Stadt Ilmenau bedeutet das einen Rückschlag. Die Zeitsituation sei ohnehin kritisch gewesen, weil die Sanierungsdauer an Fördergelder gebunden ist und sich die Arbeiten wegen der Corona-Krise bereits verzögert hatten. Schultheiß sagte, der Vorfall werfe die Arbeiten im Extremfall um Monate zurück. Ursprünglich sollte die Sanierung gegen Jahresende fertig werden, die Stadt hatte allerdings bei den Fördermittelgebern bereits eine Fristverlängerung beantragt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. August 2021 | 11:30 Uhr

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