Nach abgelehntem Kuss Totschlag in Geraberg: Viereinhalb Jahre Haft für 58-Jährigen

Weil eine 86-Jährige ihm einen Kuss verweigerte, erstickte ein 58-Jähriger in Geraberg die Seniorin. Der Mann muss nun viereinhalb Jahre wegen Totschlags in Haft. Das Urteil im Prozess gegen ihn ist am Dienstag gefallen.

Prozess wegen Totschlags vor dem Landgericht Erfurt
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Im Prozess um die Tötung einer 86-Jährigen in Geraberg bei Ilmenaiu ist der Angeklagte zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Erfurter Landgericht verurteilte den 58-jährigen Mann am Dienstag wegen Totschlags. Da er als vermindert schuldfähig eingeschätzt wurde, ging das Gericht von einem minderschweren Fall aus. Wäre er als voll schuldfähig erkannt worden, hätte die Haftstrafe mindestens fünf Jahre betragen.

Der 58-Jährige hatte im November 2020 in Geraberg die alte Dame erstickt. Der Tat vorausgegangen war demnach ein Streit. Der Mann hatte nach eigenen Angaben versucht, die Frau zu umarmen und zu küssen. Weil sie schrie, soll er ihr erst ein Taschentuch und dann einen Lappen in den Mund gedrückt haben.

Der 58-Jährige hatte sich selbst gestellt. Im Prozessverlauf entschuldigte er sich und räumte das Verbrechen ein. Zum Prozessbeginn Mitte Mai war mit einem Urteil nicht vor Juli gerechnet worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 15. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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