Betriebsergebnis verdreifacht Geratherm verkauft so viele Thermometer wie nie zuvor

Der Thüringer Medizinhersteller Geratherm aus Geschwenda im Ilm-Kreis hat 2020 so viele Thermometer verkauft wie nie zuvor. Das Unternehmen hat seinen Gewinn vor Abzug der Steuern fast verdreifacht. Neben Thermometern hat Geratherm seit Herbst auch Corona-Schnelltest im Sortiment.

Fieberthermometer aus Glas
Ein Fieberthermometer der Firma Geratherm aus Thüringen. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Thüringer Medizinhersteller Geratherm hat 2020 doppelt so viele Fieberthermometer verkauft wie im Jahr zuvor. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht, konnte das Unternehmen seine Umsätze in der Pandemie deutlich steigern und blickt auf das bislang beste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück.

Betriebsergebnis fast verdreifacht

Die Umsätze von Geratherm stiegen um fast 40 Prozent auf knapp 27,5 Millionen Euro. Der Gewinn vor Abzug der Steuern wurde beinahe verdreifacht und liegt bei über drei Millionen Euro. Das ist ein absoluter Rekord für das Thüringer Unternehmen. Der sogenannte Ebitda betrug im vergangen Jahr über vier Millionen Euro und wurde damit im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Der Ebitda gibt der Bruttogewinn vor dem Abzug von Steuer, Zinsen, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen an. Diese Kennzahl dient der Vergleichbarkeit der tatsächlichen Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.


Laut Unternehmensführung liefen die Geschäfte vor allem seit dem Frühjahr 2020 sehr gut. In allen Produktbereichen habe es zweistellige Zuwächse gegeben. Vorstandsvorsitzender Gert Frank sagte, insbesondere bei den Fieberthermometern sei die Nachfrage seit Monaten deutlich höher als die Lieferkapazität. Besonders Produkte für die Corona-Prävention waren gefragt. Als eines der ersten Thüringer Unternehmen vertreibt Geratherm seit Ende Oktober auch Antigen-Corona-Schnelltests.

Geratherm Medical AG Die Geratherm Medical AG mit Sitz in Geschwenda im Ilm-Kreis produziert mit rund 200 Mitarbeitern unter anderem Fieberthermometer und Blutdruck- sowie Lungenfunktions-Geräte. Den größten Teil seiner Produkte exportiert Geratherm ins Ausland, darunter vor allem in die USA. Das Thüringer Unternehmen war nach der Wende aus dem VEB Thermometerwerk Geraberg hervorgegangen und ist seit 2000 börsennotiert. In der Corona-Pandemie 2020 wurde es offiziell als systemrelevant eingestuft. Seit dem 1. Januar 2021 hat Christian Frick den Vorstand für die Geratherm-Gruppe übernommen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. April 2021 | 12:00 Uhr

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