Ilm-Kreis Infotafeln zu Ölkäfern - Spielplatz in Arnstadt wieder geöffnet

Am Montag war in Arnstadt ein Spielplatz vorübergehend gesperrt worden, weil dort giftige Schwarzblaue Ölkäfer gesichtet wurden. Nun ist der Spielplatz wieder freigegeben. Aushänge informieren Besucher über die Insekten.

Ein Ölkäfer sitzt auf einer Planze.
Menschen, die Ölkäfer wie diesen in Arnstadt beobachten, werden gebeten, diese zu melden. Bildrechte: MDR/Stadt Arnstadt

Der wegen giftiger Ölkäfer gesperrte Spielplatz in der Schillerstraße in Arnstadt kann wieder genutzt werden. Nach Angaben der Stadt hat die Untere Naturschutzbehörde den Spielplatz am Dienstag untersucht und keine Käfer mehr gefunden. Dennoch sollten Besucher aufmerksam sein, heißt es.

Auch im städtischen Schlosspark seien Ölkäfer gesichtet worden. Menschen, die diese Tiere beobachten, werden gebeten, dass zu melden. Die Käfer würden dann eingesammelt und umgesiedelt. An Spielplätzen der Stadt wird nun mit Aushängen über den Ölkäfer informiert, hieß es. Darauf werden auch Hinweise zur Soforthilfe gegeben.

Käfer scheidet giftiges Sekret aus

Am Samstag waren auf dem Spielplatz zwei Ölkäfer von aufmerksamen Besucherinnen entdeckt wordem. Die Stadt Arnstadt hatte den Spielplatz in der Schillerstraße daraufhin am Montag vorübergehend gesperrt.

Der Ölkäfer ist giftig und scheidet bei Gefahr ein öliges Sekret - Cantharidin - zur Abschreckung aus. Kommt es mit der Haut in Kontakt, bilden sich Rötungen und Blasen, am Auge können Schmerzen und Schwellungen entstehen. Ölkäfer sollten deshalb nicht angefasst werden.

Laut Naturschutzbund (Nabu) schlüpfen die Ölkäfer nach der Überwinterung im Boden von März bis Mai. Die Art lebt an sandigen und offenen Stellen mit zahlreichen Bienennestern. Der Schwarzblaue Ölkäfer war Insekt des Jahres 2020.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 31. März 2021 | 13:30 Uhr

4 Kommentare

Stealer vor 35 Wochen

@part: Die Tödlichkeit dieser Spezies ist theoretisch zwar gegeben, aber praktisch extrem unwahrscheinlich.

Ölkäfer sind auch nicht neu hier und aufgrund der Abnahme der Bestände von Wildbienen dürften sie auch seltener werden. Und wenn Sie die Ölkäfer aus Ihrer Jugend nicht kennen, dann liegt es eher daran, dass Sie sie nicht beachtet haben. Aufgrund ihres sehr eingeschränkten Parasitismus sind sie auch nicht sonderlich häufig.

Stealer vor 35 Wochen

"Die Art lebt an sandigen und offenen Stellen mit zahlreichen Bienennestern."

Mmmh... Das sind jetzt nicht unbedingt harmlosere Mitbewohner auf Spielplätzen.

part vor 35 Wochen

Das Gift eines einzigen Exemplars des Schwarzblauen Ölkäfers reicht aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten und die Toxizität dieser Hummelparasiten ist nicht zu unterschätzen. Leider hat sich die Art in den letzten Jahren stark vermehrt und ich kannte diese Insekten in meiner Jugend überhaupt nicht.

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