Rollstuhlbasketball Elxleben: Thuringia Bulls verlieren Champions Cup-Finale

Die RSB Thuringia Bulls haben das Champions Cup-Finale gegen den RSV Lahn Dill verloren. Mit einem Endstand von 67:71 müssen die Thuringia Bulls den Pokal in diesem Jahr wieder abgeben. Die Chance auf den dritten Champions Cup-Sieg in Folge haben sie damit verpasst. Dennoch schauen die Thuringia Bulls nach vorn und bereiten sich auf das anstehende Meisterschaftsfinale vor.

Basketballspieler des RSB Thuringia Bulls und des RSV Lahn-Dill kämpfen um den Ball.
Thuringia Bulls Spieler Karlis Podnieks (Mitte) verteidigt den Ball im Champions Cup-Finale gegen die Spieler des RSV Lahn-Dill. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Die RSB Thuringia Bulls aus Elxleben haben das Champions Cup-Finale mit 67:71 denkbar knapp verloren. Der Pokal geht dieses Jahr an den großen deutschen Rivalen, den RSV Lahn Dill aus Wetzlar. "Wir sind stolz auf das Team, das bis zum Ende gefightet hat. Wir haben ein großes Turnier gespielt und sind am Ende knapp geschlagen worden", sagte Team-Manager Lutz Lessmann MDR THÜRINGEN.

Letztes Viertel sei entscheidend gewesen

Ein entscheidender Moment in diesem packenden Finale sei im letzten Viertel gewesen, als die Bulls kurzzeitig vier Punkte in Führung lagen, aber zwei wichtige Rebounds nicht gewinnen konnten. "Das sind minimale Dinge, die so ein Spiel dann entscheiden", sagt Lessmann.

Die Top-Scorer der Bullen waren im Finale die Center Vahid Azad mit 20 Punkten und Alex Halouski mit 16 Punkten. Die Elxlebener Rollstuhlbasketballer haben damit die Chance verpasst, den höchsten europäischen Pokalwettbewerb zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen. 2018 gewannen die Bulls den Champions Cup erstmals und verteidigten ihn 2019. Im vergangenen Jahr war das Finale wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Saison 2020/21 Das Team der RSB Thuringia Bulls

Jitske Visser
Die Niederländerin Jitske Visser ist die vielleicht beste Lowpointerin (1,0) der Welt. In der Defensive blockiert sie die Laufwege der Gegenspieler, in der Offensive bringt sie ihre Mitspieler zum Glänzen. Bildrechte: Franziska Möller
Jitske Visser
Die Niederländerin Jitske Visser ist die vielleicht beste Lowpointerin (1,0) der Welt. In der Defensive blockiert sie die Laufwege der Gegenspieler, in der Offensive bringt sie ihre Mitspieler zum Glänzen. Bildrechte: Franziska Möller
Helen Freeman
Helen Freeman (4,0) ist britische Nationalspielerin und neu bei den Bulls. Trainer Michael Engel hält große Stücke auf sie. Sie gilt als absolute Teamspielerin. Bildrechte: Franziska Möller
Andre Bienek
Andre Bienek - den sein Manager gern als Lothar Matthäus des Rollstuhlbasketballs bezeichnet, weil er so viele Länderspiele bestritten hat - ist auf dem Feld Antreiber und absolute Führungsfigur. Zusammen mit Trainer Engel bereitet er das Team auf die taktischen Finessen des nächsten Gegners vor. Er ist mit 3,0 klassifiziert. Bildrechte: Franziska Möller
Vahid Azad
Der zweite Center im Kader heißt Vahid Gholamazad - kurz Azad (4,5). Der hünenhafte Iraner ist unter dem Korb von großer Bedeutung für das Team. Er holt Rebounds, blockt Würfe und punktet selbst zuverlässig wie ein Uhrwerk. Bildrechte: Franziska Möller
Ian Pierson
Der 29-jährige Texaner Ian Pierson (3,0) könnte laut Manager Lutz Lessmann eine Überraschung der Saison werden. Er tritt bei den Bulls die Nachfolge von Landsmann Jake Williams an. Bildrechte: Franziska Möller
Karlis Podnieks
Er ist ein absolutes Kraftpaket: Karlis Podnieks (1,5). Der in Lettland geborene "Lowpointer" ist aufgrund seiner Physis ein Abräumer in der Verteidigung. Er blockt die wichtigsten Spieler des Gegners raus und verschafft seinen Mitspielern Räume. Bildrechte: Franziska Möller
Jens Albrech
Jens Albrecht (3,0) ist einer der alten Hasen im Team der Bullen und kam 2011 aus Jena. Seine Qualitäten liegen im Stellungsspiel und in der Verteidigung. Lässt ihm der Gegner Platz, zieht er jedoch selbst zum Korb und holt wertvolle Punkte für das Team. Bildrechte: Franziska Möller
Spielerin Marie Kier
Die 20-jährige Marie Kier (1,0) war Turnerin und sucht nach einem Unfall ein neues sportliches Zuhause bei den Bulls. Bildrechte: Werner Schorp
Teamfoto der Thuringa Bulls zum Beginn der Saison 20/21
Das komplette Team der Saison 2020/21. Als Vierte von rechts ist auch Marie Kier mit dabei. MDR THÜRINGEN liegt noch kein Einzelportrait vor. Bildrechte: Franziska Möller
Alle (9) Bilder anzeigen

Lessmann sieht Chance für Meisterschaftsfinale

Am kommenden Samstag steht das erste Spiel im Meisterschaftsfinale an. Gegner sind einmal mehr die Rollstuhlbasketballer vom RSV Lahn Dill.

"Wir müssen unsere Tugenden auf den Platz bringen und das erste Spiel zuhause gewinnen", sagt Manager Lutz Lessmann über die bevorstehende Aufgabe. "Dann haben wir eine Chance!" Um Deutscher Meister zu werden, müssen die Bulls zwei von drei Spielen im Finale gewinnen. Das erste Spiel findet am 8. Mai in Elxleben statt. Am 15. Mai ist das zweite Spiel in Wetzlar. Steht es dann nach Spielen unentschieden, wird der Meister im dritten und letzten Spiel am 16. Mai ebenfalls in Wetzlar gekürt.

Manager Lutz Lessmann (li) und Trainer Michael Engel
Manager Lutz Lessmann (li) und Trainer Michael Engel Bildrechte: MDR/Andreas Kehrer

Mehr zum Thema

Rollstuhlbasketball 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR THÜRINGEN JOURNAL Mo 26.04.2021 19:00Uhr 02:00 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. Mai 2021 | 12:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus der Region Gotha - Arnstadt - Ilmenau

Mehr aus Thüringen

Lagerraum einer Tafel in Thüringen 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK