Schule in Ilmenau Im Test: Hybrider Unterricht mit virtuellem Schüler

Hybrider Unterricht - eine neue Idee in Corona-Zeiten - wird in Ilmenau getestet. Anstelle eines Schülers oder einer Schülerin "sitzt" ein Laptop im Klassenraum. Ausgestattet ist er mit einer extra Webcam und einem Konferenzmikrofon. Darauf läuft eine Videokonferenz, über die der Rest der Klasse am Unterricht teilnehmen kann.

Ein Laptpop und verschiedenes Zubehör stehen auf einer Schulbank.
Auf dem Laptop läuft eine Videokonferenz, über die Schüler zu Hause am Unterricht teilnehmen können. Bildrechte: MDR/Claudia Koch

An der Goetheschule in Ilmenau ist der sogenannte hybride Unterricht mit einem virtuellen Schüler getestet worden. Wie Landeselternsprecherin Claudia Koch mitteilte, soll mit dieser Idee der Aufwand für Lehrerinnen und Lehrer verringert werden, wenn Schüler nicht direkt am Unterricht teilnehmen können. Laut Koch "sitzt" anstelle eines Schülers oder einer Schülerin ein Laptop im Klassenraum.

Technik ist längst ausgereift

Ausgestattet ist der mit einer extra Webcam und einem Konferenzmikrofon. Darauf läuft eine Videokonferenz, über die der Rest der Klasse am Unterricht teilnehmen kann. Zwischenrufe der Schülerinnen und Schüler von zu Hause sind genauso in der Klasse zu hören, wie Tafelbild und Unterrichtsgespräche aus dem Klassenraum nach Hause übertragen werden.

Stilisierte Personen sitzen an Tischen mit PCs oder Tablets. Dazu der Schriftzug: "Was ist digitale Bildung?" 1 min
Bildrechte: MDR/MEDIEN360G

Schulleitung und Lehrer sind überzeugt

Robby Krämer, stellvertretender Schulleiter an der Goetheschule Ilmenau, findet das Projekt gut: "Ein virtueller Schüler bedeutet in erster Linie für die Quarantäne oder im Homeschooling befindlichen Schülerinnen und Schüler eine Erleichterung, da sie dem Unterrichtsgeschehen via Computer direkt folgen können. Gleichzeitig erlaubt diese Variante die unmittelbare Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern – Fragen und Probleme werden so direkt geklärt."

Betreut wird der Virtuelle Schüler von "echten" Klassenkameraden, die kurz auf dem System trainiert wurden und den virtuellen Kollegen sogar beim Raumwechsel mitnehmen können. Der Zusatzaufwand für Lehrkräfte ist damit faktisch vom Tisch.

Idee entstand in Corona-Pandemie

Entstanden ist die Idee des hybriden Unterrichts aufgrund der Corona-Pandemie. Laut Koch fallen für die Ausrüstung rund 200 Euro plus die Kosten für den Laptop an. Den Angaben nach wurde das System einige Wochen in der Praxis getestet. Beim hybriden Unterricht wird Präsenz-und Fernunterricht miteinander vereint.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

Mehr aus der Region Gotha - Arnstadt - Ilmenau

Mehr aus Thüringen