Nun droht Zwangsfusion Lauscha und Neuhaus heben freiwillige Verlobung auf

Die geplante freiwillige Städte-Ehe von Neuhaus am Rennweg und Lauscha ist aus Sicht der Bürgermeister vom Tisch. Das teilte der amtierende Neuhäuser Bürgermeister Henry Worm MDR THÜRINGEN mit und bestätigte damit einen Zeitungsbericht.

Für eine freiwillige Zusammenführung beider Städte stellt das Land etwa 1,95 Millionen Euro an Beihilfen in Aussicht. Der Betrag setzt sich laut Innenministerium aus rund einer Million Euro aus der Pro-Kopf-Fusionsprämie und 950.000 Euro aus einem in der Planung befindlichen Sonderentschuldungsprogramm zusammen. Dies ist aber noch nicht endgültig beschlossen.

Doch selbst wenn das Land die 1,95 Millionen Euro in die Fusion von Neuhaus und Lauscha fließen lässt: Lauscha hat einen Schuldenberg von mehr als fünf Millionen Euro. Beide Kommunen zusammen hätten 9,3 Millionen Euro Schulden und wären damit überfordert. Die Bürgermeister von Neuhaus und Lauscha rechnen damit, dass das Land beide Städte zwangsfusionieren wird. Dagegen wollen beide Städte dann klagen. Die 1,95 Millionen Euro-Hochzeitsprämie wäre dann verloren.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26.05.2017 | 12:00
MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26.05.2017 | ab 19:00

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