Nach Rücktritt Erfurterin Kristina Nordt mögliche Nachrückerin für Mark Hauptmann im Bundestag

Nach dem Rücktritt des Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann (CDU) ist ein Platz im Bundestag frei. Die Erfurterin Kristina Nordt könnte ihn bekommen.

Mark Hauptmann Anfang März 2021 im MDR-Interview.
Nicht länger Mitglied des Bundestags: Mark Hauptmann (CDU) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Erfurterin Kristina Nordt soll für den zurückgetretenen Südthüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann in den Bundestag nachrücken. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN hat es Gespräche mit der Staatswissenschaftlerin gegeben, in der sie ihre Bereitschaft signalisierte.

Scheidet ein Abgeordneter aus dem Bundestag aus, dann rückt in der Regel ein Bewerber von der Landesliste derjenigen Partei nach, für die der ausscheidende Abgeordnete kandidiert hatte. Dies gilt auch, wenn der ausscheidende Abgeordnete direkt gewählt worden war.

Die CDU-Politikerin Kristina Nordt
Die CDU-Politikerin Kristina Nordt soll in den Bundestag nachrücken. Bildrechte: Andrea Ludwig Design

Kristina Nordt (geb. Scherer) ist verheiratet, hat in der CDU-Landtagsfraktion und im Thüringer Gesundheitsministerium gearbeitet und ist nach eigenen Angaben seit Anfang des Jahres beim Thüringer Kolping-Bildungswerk beschäftigt. Sie ist die Tochter des früheren Thüringer Innenministers Manfred Scherer. Offiziell wird der Nachrücker oder die Nachrückerin vom Landeswahlleiter bestimmt.

Thüringer Landtagsabgeordneten Manfred Scherer (CDU)
Politik liegt in der Familie: Kristina Nordts Vater Manfred Scherer - ehemaliger Innenminister von Thüringen. Bildrechte: IMAGO

Quelle: MDR THÜRINGEN/ifl

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 12. März 2021 | 18:30 Uhr

7 Kommentare

Der Matthias vor 37 Wochen

@ 08154711

Gerade erst gab es im "Handelsblatt" ein interessantes Ranking der 10 meistverdienenden MdBs. Bemerkenswert fand ich dabei Platz 5 (Enrico Komning/AfD mit 950.000 Euro Nebenverdienst pro Jahr) sowie Platz 10 (Gregor Gysi/LINKE!) mit schlappen 470.000 Euro. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass manche Abgeordneten mit ihren Mandaten arbeitstechnisch nicht ausgelastet zu sein scheinen, woher, zum Teufel, haben die noch die Zeit, so viel nebenher zu verdienen? Nehmen da etwa manche Volksvertreter ihr Mandat nicht ernst?

Der Matthias vor 37 Wochen

@018154711

Apropos Barschel: Gerade in den letzten Jahren mehrten sich die Anzeichen dafür, dass B. mehr Opfer als Täter gewesen sein könnte. Dazu passt auch das plötzliche Verschwinden von Aservaten, die B. möglicherweise hätten entlasten und zu den wahren Hintermännern hätten führen können. Möglicherweise wurde er Opfer einer politischen Intrige (die Wahrheit werden wir wohl nie mehr erfahren). Auf jedem Fall gab es in seinem Genfer Hotelzimmer Spuren, die eindeutig auf die Anwesenheit von mindestens einer weiteren Person hindeuteten, die bis heute nicht identifiziert werden konnte. Ich empfehle mal die Bücher von Werner Kalinka dazu. Als Jahre später (sogen. 'Schubladen-Affäre') heraus kam, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende G. Jansen in einer Schublade in seinem Angeordneten-Büro bis zu 50.000 DM für den ehemaligen Barschel-Referenten Pfeiffer gesammelt hatte, ließ die Machenschaften von Pfeiffer rückblickend zumindest in einem ganz anderen, noch fragwürdigeren Lichte erscheinen.

martin vor 37 Wochen

@08154711: Ich dachte nicht nur an Herrn Barschel, sondern auch an einen Ex-Bundeskanzler und Ex-Ehrenvorsitzenden (oder wurde der Ehrenvorsitzende gar nicht aberkannt?).

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