Schmalkalden-Meiningen CDU und FDP im Kreistag verärgert über neuerliche Schuldebatte

Wegen der Corona-Pandemie wurde im Kreis Schmalkalden-Meiningen die Debatte über den Schulnetzplan vertagt. Jetzt will sie der Landkreis wieder aufnehmen. Die CDU/FDP-Fraktion im Kreistag fühlt sich überrumpelt.

Ein leeres Klassenzimmer einer Grundschule in Dessau
Wie weiter mit den Schulen in Schmalkalden-Meiningen? Einer ersten Einschätzung nach wird seitens des Landratsamts "relativ wenig Handlungsbedarf" vermutet (Symbolfoto). Bildrechte: ARD.de

Die CDU/FDP-Fraktion im Kreis Schmalkalden-Meiningen hat verwundert auf die Wiederaufnahme der Gespräche zum Schulnetz im Kreistag reagiert. Die Debatte sei voriges Jahr auf Betreiben der SPD-Kreistagsfraktion aus "pandemischen Gründen" vertagt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die Frage sei, inwieweit sich nun die Lage inmitten der Omikron-Welle verbessert habe.

Auch ärgert sich die CDU-FDP-Fraktion über mangelnde Verschwiegenheit. Landrätin Peggy Greiser habe vergangenen Donnerstag den Vorschlag der Verwaltung zum künftigen Schulnetz dem Ältestenrat vorgelegt und dabei den Teilnehmern nachdrücklich Verschwiegenheit nahegelegt. Trotzdem sei noch am Abend ein Beitrag im MDR zu sehen gewesen.

CDU/FDP: Kein Grund für Schulschließungen

Grundsätzlich lehnt die Fraktion den Entwurf des Schulnetzplans ab. Es gebe keinen Grund, eine Schule im Kreis in Frage zu stellen. Alle 24 Grundschulen hätten ihre Berechtigung.

Das Landratsamt hatte angekündigt, in nächster Zeit mit Fraktionen und Gremien über die Zukunft der Schulen beraten zu wollen. Einer ersten Einschätzung nach werde aber "relativ wenig Handlungsbedarf" vermutet. Der Landkreis geht davon aus, dass der Kreistag im zweiten Quartal entscheidet, ob - und wenn ja welche - Schulen geschlossen werden.

Quelle: MDR(sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Januar 2022 | 20:00 Uhr

3 Kommentare

anguria vor 17 Wochen

Ja, und für die beste aller Schulen wenn möglich in Berlin zentralisieren, um möglichst viele Mittel zusammenzufasssen. Die Eltern fahren dann mit dem SUV dahin. Schöne neue Welt!

lodz meiningen vor 17 Wochen

Eine Schande, dass Politiker sich nicht an Absprachen halten können. Das Papier ist eine Diskussionsgrundlage keine Entscheidung. Aber die Öffentlichkeit wird verrückt gemacht und so instrumentalisiert man die Bevölkerung Druck zu machen statt maximalmöglich gute Bildung zu diskutieren. Alle wollen die beste Ausstattung, modernste Schulen und das im Ort. Und wie soll das gehen. Beste Ausstattung und Bildung. Ja aber dann muss das zentralisiert werden denn gute Bildung und Ausstattung kostet. Und damit keine Steuern erhöht werden, muss entsprechend verteilt werden. Und im Verhältnis zu vielen anderen Regionen wird im Landkreis Schmalkalden-Meiningen sehr viel für die Schulen getan. Um das vorhandene Geld für gute Ausstattung, moderne Schulen und gute Lehrkräfte einzusetzen müssen Schulstandorte zentralisiert werden. Weil es eben auch nicht mehr Kinder werden im den Ländlichen Regionen geht es nunmal nicht anders. Die Schande ist nicht im Landkreis, die ist beim Schwätzer.

techdot vor 17 Wochen

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.
J.F.K.

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