FAQ Fragen und Antworten zu Corona-Massentest im Kreis Schmalkalden-Meiningen

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen geht auf die Suche nach unentdeckten Coronavirus-Infektionen. Dafür können sich Einwohner kostenfrei und ohne Anmeldung testen lassen. Fragen und Antworten zum Massentest.

Kartons und Verpackungen in einer Arzt-Praxis
Der Kreis Schmalkalden-Meiningen hat mehrere Tausend Testkits bestellt. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR /Jens Czerwinka

Wer kann sich testen lassen?

Alle Einwohner des Landkreises Schmalkalden-Meiningen ab dem siebten Lebensjahr. Kinder unter 18 Jahren müssen von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Achtung: Personen mit Symptomen wie akutem Husten, Fieber oder akutem Geruchs- und/oder Geschmacksverlust werden nicht getestet. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf einen Corona-Infektion soll der Hausarzt kontaktiert werden. Auch eine Freitestung zur Verkürzung der Quarantäne ist nicht möglich. Für Privatpersonen ist der Test kostenlos.

Wie läuft der Service für Arbeitgeber ab?

Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter testen lassen wollen, können über ein Kontaktformular auf der Seite des Landratsamts Schmalkalden-Meiningen einen Besuch eines der mobilen Schnelltest-Teams vereinbaren. Von Montag bis Freitag ist ein Wunschtermin zwischen 11 und 15 Uhr anzugeben. Diese Tests sind jedoch kostenpflichtig: Pro getestetem Mitarbeiter werden dem Arbeitgeber 8,50 Euro in Rechnung gestellt.

Was muss vor dem Test beachtet werden?

Bitte etwa 30 Minuten vorher weder Zähne putzen noch rauchen, Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen.

Wie funktioniert der Schnelltest?

Die Probe wird per Rachen- und Nasenabstrich entnommen. Anschließend wird der Tupfer in ein Röhrchen mit einer Pufferlösung gegeben, sodass die Viruspartikel ausgewaschen werden. Anhand eines Teststreifens wird nun das Ergebnis ermittelt. Das Ganze dauert etwa 15 Minuten. Das Ergebnis gibt es vor Ort.

Was passiert, wenn das Testergebnis positiv ist?

Im Falle eines positiven Testergebnisses wird noch vor Ort ein PCR-Test durchgeführt, der im Labor ausgewertet wird. Der Betroffene hat sich sofort häuslich abzusondern und wird über das Ergebnis des PCR-Tests durch das Gesundheitsamt informiert ("Absonderung" im Sinne des § 30 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und § 9c der 3. ThürSARS-CoV-2-SonderEindmaßnVO).

Was passiert, wenn das Testergebnis negativ ist?

Ein negativer Schnelltest senkt für kurze Zeit das Risiko, ohne Corona-Symptome unwissentlich andere zu infizieren. Eine 100-prozentige Sicherheit bietet er nicht. Auch wer negativ getestet wird, muss sich weiterhin an die geltenden Hygieneregeln halten. Der Schnelltest ist eine Momentaufnahme. Das Ergebnis hat keine Aussagekraft für die Zukunft, auch nicht für wenige Tage.

Wie sicher ist der Schnelltest?

Laut Hersteller weist der Antigen-Test eine klinische Sensitivität von 96,52 Prozent und eine klinische Spezifität von 99,52 Prozent auf. Die Sensitivität zeigt an, ob alle Kranken auch als Kranke erkannt werden. Die Spezifität gibt an, ob alle gesunden, getesteten Menschen auch als Gesunde erkannt werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Antigen-Konzentration im Verlauf der Erkrankung schwanken kann und unter die Nachweisgrenze des Antigen-Tests fallen kann. Eine mögliche Infektion kann aufgrund negativer Testergebnisse daher nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Schnelltests haben nicht eine solch hohe Genauigkeit wie der PCR-Tests.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Antigen-Schnelltest und einem Antikörper-Schnelltest?

Die verwendeten Antigen-Tests ermitteln, ob man gerade infiziert ist. Antikörper-Tests informieren darüber, ob man seit Beginn der Pandemie bereits eine Infektion durchgemacht hat und möglicherweise immun ist.

Die Schnelltest-Zentren im Überblick

  • Meiningen: Volkshaus, Landsberger Str. 1 | Dienstag & Freitag: 16.00 – 19.00 Uhr | Samstag: 09.00 – 11.00 Uhr
  • Schmalkalden: Mehrzweckhalle, Teichstraße 10 | Montag & Donnerstag: 16.00 – 19.00 Uhr | Samstag: 09.00 – 11.00 Uhr
  • Zella-Mehlis: Volkshochschule, Sommerauweg 27 (Eingang über "Am Rain") | Mittwoch: 16.00 – 19.00 Uhr | Samstag: 09.00 – 11.00 Uhr

Termine der mobilen Schnelltest-Teams

  • Montag, 22.02.2021: Fambach: Rosengarten, Karl-Marx-Str. 35; 16.00 - 18.00 Uhr | Steinbach-Hallenberg: Sporthalle Wolffstraße; 16.00 - 18.00 Uhr
  • Dienstag, 23.02.2021: Wolfmannshausen: Kulturhaus Wolfmannshausen, In den Zeilen 1; 16.00 - 18.00 Uhr | Kaltennordheim: Bürgerhaus Kaltennordheim, Wilhelm-Külz-Platz 2; 16.00 - 18.00 Uhr
  • Mittwoch, 24.02.2021: Breitungen: Kulturhaus am Kraftwerk, Salzunger Str. 24; 16.00 - 18.00 Uhr | Brotterode-Trusetal: Sporthalle Trusetal, An der Sporthalle 4; 16.00 - 18.00 Uhr
  • Donnerstag, 25.02.2021: Wasungen: Paradies, Bahnhofstraße 5; 16.00 - 18.00 Uhr | Bettenhausen: Kulturhaus Bettenhausen, Stedtlinger Str. 170; 15.00 - 18.00 Uhr
  • Freitag, 26.02.2021: Wernshausen: Bürgerhaus "Werra-Aue", Werraweg 1-3; 16.00 - 18.00 Uhr | Struth-Helmershof: Sporthalle Struth-Helmershof, Kirchweg 51; 16.00 -18.00 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Februar 2021 | 06:00 Uhr

3 Kommentare

G.K. vor 6 Wochen

Egal was gemacht wird um dem Virus beizukommen, immer hat ein "Jemand" was dagegen. Was am meisten frustriert, ist das ewige Gemecker der ganzen Quer- und Leerdenker und selbst ernannten Hobbyvirologen die ihr Wissen von Facebook und YouTube generieren.

Critica vor 6 Wochen

Gott sei Dank ist das "noch" freiwillig.

knarf2 vor 6 Wochen

Man darf gespannt sein was die ewigen Meckerer und Besserwisser wieder von sich geben zu diesem Thema.

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