Impfzentrum Südthüringen Meiningen: Irritationen um fehlende Aufkleber in Impfausweisen

Einträge aus dem Corona-Impfzentrum in Meiningen in Impfausweisen führen derzeit zu Verwirrung: In vielen Fällen fehlen nach der ersten Impfung die sonst üblichen Aufkleber im Ausweis, die den Impfstoff kennzeichnen.

Impfung auch mit schriftlicher Eintragung dokumentiert

Im Impfzentrum Südthüringen wird ausschließlich das Mittel von Moderna verwendet, wie der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), Jörg Mertz, MDR THÜRINGEN sagte. Für den Moderna-Impfstoff gebe es aber gar keine Aufkleber. Die Ärzte müssten deshalb die Chargennummer des Impfstoffes mit der Hand in den Ausweis eintragen. Auch so sei die Impfung ausreichend dokumentiert.

Laut Mertz können sich Geimpfte demnächst ein digitales Impfzertifikat im Netz herunterladen. Genauere Informationen dazu soll es am Montag geben. Zuerst hatte die Tageszeitung Meininger Tageblatt berichtet. Die Zeitung verweist darauf, dass fehlende Daten in Impfausweisen laut KVT beim zweiten Impftermin nachgeliefert würden.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Für Menschen, die vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen sind, gelten seit dieser Woche in Thüringen erste Erleichterungen. So ist beispielsweise zum Friseurbesuch kein aktueller negativer Corona-Schnelltest mehr nötig. Als geimpft gilt jeder, dessen zweite Impfung 14 Tage zurückliegt. Wer sich von einer Corona-Infektion erholt hat, muss einen positiven PCR-Test vorweisen, der mindestens 28 Tage zurückliegt, aber nicht älter als sechs Monate ist.

Menschen warten in einer Halle auf Stühlen
Wartende in einem Impfzentrum: Für Menschen, die vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen sind, gelten seit dieser Woche in Thüringen erste Erleichterungen. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Als Nachweise gelten zum einen der Impfausweis oder ein anderer Impfnachweis etwa auf einem Formblatt sowie ein vom jeweiligen Gesundheitsamt beziehungsweise einem Arzt ausgestellter Nachweis über einen positiven PCR-Test. Das kann in Form eines Schreibens sein, einer SMS oder einer E-Mail.

Wenn der positive PCR-Test schon einige Zeit zurückliegt und eine analoge oder digitale Bescheinigung nicht mehr vorliegt, können Hausarzt oder Gesundheitsamt weiterhelfen. Sie können den Nachweis bei Bedarf neu ausstellen, wie das Gesundheitsministerium MDR THÜRINGEN mitteilte.

Geimpfte und Genesene sollten sich jedoch zunächst darauf einstellen, dass Geschäftsinhaber oder Veranstalter von ihnen auch weiterhin einen aktuellen negativen Coronatest verlangen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/Meininger Tageblatt/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Mai 2021 | 11:30 Uhr

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