Krankenpflege Neues Notfallzentrum am Helios-Klinikum Meiningen eröffnet

Am Helios-Klinikum in Meiningen hat ein neues Notfallzentrum eröffnet. Das Zentrum bietet 22 Betten für Menschen in akuter Not. Die Räumlichkeiten wurden so gebaut, dass besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingegangen werden kann. Neben einem Bereich, der speziell für ältere Menschen eingerichtet ist, ist das Zentrum auch auf Menschen mit Herzproblemen spezialisiert.

Fünf Menschen durchscheiden ein rotes Band.
Das am Freitag in Betrieb genommene Notfallzentrum wurde zwei Jahre lang geplant und in acht Monaten gebaut. Bildrechte: Helios Klinikum Meiningen

Der erste Patient kam um 7:30 Uhr. "Er hatte zwei gebrochene Rippen", berichtet Sorina Friedrich, Chefärztin der Notfallmedizin. Seit der Mittagszeit beginnt sich das neue Notfallzentrum am Helios-Klinikum in Meiningen mit Patienten zu füllen. Die Fälle, die hier behandelt werden, reichen von eingeklemmten Fingern bis zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen.

Notfallzentrum löst alte Rettungsstelle in Meiningen ab

Zwei Jahre wurde das neue Notfallzentrum geplant, acht Monate gebaut - seit Freitag ist es in Betrieb. Die bisher genutzte, 25 Jahre alte Rettungsstelle hat damit ausgedient. Für das neue Notfallzentrum wurde ein Gebäude, das vorher als Tagesklinik genutzt wurde, umgebaut.

Nach Angaben des Klinikums sei das Ziel des neuen Notfallzentrums, besser auf die speziellen Bedürfnisse von Patienten eingehen zu können. So gibt es in dem Zentrum zum Beispiel für demente oder desorientierte ältere Notfallpatienten separate Räume, sodass sie nicht noch zusätzlichen Stress erfahren. "In den Räumen stehen anstelle der normalen Liegen richtige Betten", erzählt Chefärztin Sorina Friedrich. Beruhigende Farben und Gemälde an den Wänden sollen den Patienten ein angenehmes Gefühl vermitteln.

Die Chefärztin der Notfallmedizin am Helios Klinikum Meiningen, Dr. Sorina Friedrich.
Die Chefärztin der Notfallmedizin am Helios Klinikum Meiningen, Dr. Sorina Friedrich. Bildrechte: MDR/Marlene Drexler

Auch für Patienten mit akuten Schmerzen im Brustkorb gibt es in dem Zentrum einen speziell ausgestatteten Bereich. Anhand einer standardisierten Untersuchungsabfolge sollen lebensbedrohliche Herzprobleme noch zügiger erkannt werden: "Der Ablauf ist noch zielgerichteter und komprimierter als vorher", sagt Sorina Friedrich.

Nach vier bis sechs Stunden sollen die Patienten hier eine Diagnose erhalten. Darüber hinaus gibt es in dem Zentrum auch eine Beobachtungsstation für Menschen, bei denen die medizinische Lage unklar ist. Hier besteht die Möglichkeit, sie bis zu 24 Stunden zu beaufsichtigen. Durch die Schaffung eines neuen Postens - des sogenannten Notfallkoordinators - sollen Angehörige außerdem immer einen direkten Ansprechpartner haben.

Zusatzausbildungen für das Pflegepersonal

Insgesamt arbeiten in dem Zentrum 32 Pfleger und Pflegerinnen. Etwa die Hälfte davon hat im vergangenen Jahr eine Zusatzausbildung erhalten, die sie speziell für Notfälle fit gemacht hat. Darüber hinaus wurden einige Pfleger und Pflegerinnen auch speziell für den Umgang mit älteren Patienten geschult.

Chefärztin Sorina Friedrich ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Uns war es wichtig, dass die Atmosphäre heimelig ist", sagt sie und findet durch die hellen, freundlichen Räume "ist es gelungen, die sterile, triste Krankenhaus-Atmosphäre aufzuheben".

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 23. April 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

part vor 8 Wochen

Wow, der Dax- Konzern leistet sich eine Erweiterung seiner Daseinsvorsorge zu er eigentlich subsidiär verpflichtet ist. Ich finde es wird auch langsam Zeit, wo doch seit 1989, 200 Kliniken geschlossen wurden und im letzten Jahr gar 50 an der Zahl. Bei so viel Pflegenotstand bei Intensivmedizin und Notfällen lohnt es sich doch zu investierten. Danke an den Helios- Konzern für sein Engagement. das macht Hoffnung.

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