821 Stufen Feuerwehrleute erklimmen Skischanze in Oberhof zur Treppenlauf-Challenge

Hoch hinaus ging es für Feuerwehrleute am Samstag in Oberhof. 13 Teams traten zur Treppenlauf-Challenge an der großen Skisprungschanze an - in voller Montur. Mehr als 800 Stufen warteten auf die Teilnehmer.

Zwei Feuerwehrleute stehen vor der Skisprungschanze in Oberhof.
Für die Treppenlauf-Challenge mussten die Feuerwehrleute die 821 Stufen der Skisprungschanze in Oberhof überwinden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

An der Skisprungschanze im Oberhofer Kanzlersgrund haben am Samstag dreizehn Feuerwehr-Teams aus Thüringen und Bayern die Treppenlauf-Challenge absolviert. Bei dem Lauf mussten sie insgesamt 700 Stufen und 120 Höhenmeter überwinden, um in die Wertung zu kommen.

Im Anschluss standen nochmal rund 120 Stufen im Turm der Schanze auf dem Programm. Die schnellste Zeit liefen Eric Sporschill und Pascal Dausel von der Freiwilligen Feuerwehr Erfurt. Sie bezwangen die Treppe in 8:25 Minuten in voller Feuerwehrausrüstung.

Sportlicher Wettkampf vor ernstem Hintergrund

Teamgeist, Wille und Leidenschaft stehen bei bei dieser Herausforderung im Vordergrund. Ein sportlicher Wettkampf, der auch einen ernsten Hintergrund hat. "Wenn die Drehleiter nicht ausreicht, dann heißt es nur noch Sachen schnappen und los - zu Fuß", erklärte der Initiator der Oberhofer Treppen-Challenge, Marco Juffa, im Vorfeld. Fitness sei bei Feuerwehrleuten sehr wichtig. Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Sportliche Herausforderungen in der Freizeit gehören für Juffa deswegen untrennbar zur Leidenschaft Feuerwehr dazu.

Hochhaus-Lauf in Berlin wegen Corona abgesagt

Vorbild für den Wettkampf in Oberhof ist der Berliner "Firefighter Stairrun", der alljährlich bis zu 400 Zweierteams aus vielen Ländern am Berliner Alexanderplatz versammelt, um in Rekordzeit das Dach des 110 Meter hohen Park Inn Hotels zu erklimmen. 39 Etagen, 770 Stufen - allein diese Zahlen sorgen bei so mancher Einsatzkraft für schwere Beine. Doch in Oberhof ging es noch höher hinaus.

Wegen der Corona-Pandemie kann der Berliner Lauf in diesem Jahr nur virtuell ausgetragen werden. Das heißt: Weltweit können die Teilnehmer am Samstag die Challenge zuhause bestreiten. Vorausgesetzt, man findet eine adäquate Location. Die Zeiten können über das Internet an die Organisatoren in Berlin gemeldet werden.

Über 800 Stufen bis nach oben

"Wir haben im Thüringer Wald zwar keine Wolkenkratzer, dafür aber eine ziemlich imposante Skisprungschanze", so Juffa. Die große Hans-Renner-Schanze im Oberhofer Kanzlersgrund ist wie gemacht für den Treppenlauf. Genau 701 Stufen hat die Treppe neben dem Aufsprunghang. Das sind rund 120 Höhenmeter. Doch das reichte noch nicht, denn danach ging es bis ganz nach oben auf den Schanzenturm. Die Treppe im Turm bietet nochmal 120 Extra-Stufen. Damit sind es sogar mehr Treppen als beim Original-Lauf in Berlin.

Volle Ausrüstung

Wie es sich für Feuerwehrleute gehört, wurde natürlich auch die ganze Ausrüstung mitgenommen. Helm, Handschuhe und auch das Atemschutzgerät mussten die Treppen mit hinauf. Das bedeutete rund 30 Kilogramm Extra-Gewicht pro Person.

Ein Feuerwehrmann läuft in Schutzausrüstung eine Treppe hoch.
In voller - rund 30 Kilo schwerer - Montur geht es die Treppen rauf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Keine Zuschauer erlaubt

Zuschauer waren wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen. Gelaufen wurde zu zweit. "Man ist nur so schnell wie sein Partner. Man geht zu zweit rein und kommt zu zweit wieder raus", so Initiator Marco Juffa. Der Lauf war also eine echte Teamchallenge. Auch im richtigen Feuerwehrleben ist das so. Teamwork ist angesagt. "Ankommen ist das Ziel. Nicht die Bestzeit", sagt Juffa.

Feuerwehrleute bei Treppenlauf 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Fr 16.04.2021 19:00Uhr 02:29 min

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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