Oberhof Solaranlage: Skihalle Oberhof soll Energiebedarf vor Ort decken

Die hohen Betriebskosten für die Oberhofer Skihalle rücken in der Energiekrise immer mehr in den Fokus. Wie der Chef des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum, Hartmut Schubert, MDR THÜRINGEN sagte, belaufen sich allein die Energiekosten für die Skihalle im Schnitt auf rund 300.000 Euro pro Jahr.

Abhilfe sollen unter anderem Solaranlagen schaffen. Die ersten werden laut Schubert im September installiert. Der Zweckverband investiert für die Anlagen an der Außenhülle der Skihalle und der benachbarten Schneelagerhalle rund 1,4 Millionen Euro. Nach Berechnungen des Zweckverbandes kann so ein Drittel der Energiekosten eingespart werden.

Dr. Hartmut Schubert, Thüringens WM- und Oberhof-Beauftragter
Hartmut Schubert Bildrechte: MDR/Andreas Kehrer

Energiebedarf soll künftig vor Ort gedeckt werden

Zusätzlich soll im kommenden Winter erstmals die Abwärme der Kälteaggregate genutzt werden. Unter anderem die Gebäude in der Biathlon-Arena sollen damit über ein neu aufgebautes Energienetz beheizt werden. Zukünftig soll der Energiebedarf komplett vor Ort gedeckt werden. Dafür soll neben den Solaranlagen auch ein eigenes Blockheizkraftwerk sorgen.

Blick in die Oberhofer Skihalle.
Schnee auch im Sommer: Skihalle in Oberhof. Bildrechte: MDR/Andreas Kehrer

Der Bau verzögert sich allerdings. Die Pläne mussten wegen der Ukraine-Krise und der Gasknappheit zuletzt nochmal geändert werden. Unklar ist mit welchem Energieträger die neue Anlage betrieben werden soll. Im Gespräch sind nun Rapsöl, Methanol und Wasserstoff.

MDR (tg/dr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. Juli 2022 | 13:00 Uhr

10 Kommentare

Harka2 vor 26 Wochen

@Nawienn
Die Oberhofer Skisporthalle liegt auf durschnittlich 820 m Höhe und befindet sich nicht im Ort Oberhof, nur auf seiner Gemarktung. Konkret liegt sie zwischen der Bobbahn und der Biathlonanlage am Grenzadler, direkt am Nordhang des Thüringer Waldes am Rennsteig. Die Skisporthalle ist kein überdachtes Fußballfeld sondern bietet nur eine recht bescheidene Dachfläche. Nordhänge eignen sich aus gewissen geografischen Gründen auf der Nordhalbkugel eher schlecht bis gar nicht für Solaranlagen. Die Schaffung größerer Freiflächen für Solaranlagen dürfte auf dem Rennsteig auch nicht gerade für Begeisterung sorgen. Der Wald dort ist alt und er sollte es auch bleiben.

Harka2 vor 26 Wochen

@martin
Wieso? Der Strom reicht icht mal für die Skihalle, warum da noch andere mit dran hängen, wenn vorher klar ist, dass dies niemals eine Lösung sein wird? Die Möglichkeiten für Solaranlagen sind im Umfeld von Oberhof ohnehin stark begrenzt, denn dort gibt es keine passenden verfügbaren Flächen für größere Solaranlagen und Windräder will auf dem Rennsteig auch keiner haben.

martin vor 26 Wochen

Es ist ja sehr begrüßenswert, dass man sich nun auch in luftiger Höhe dem Thema widmet. Allerdings wundert es mich nicht, dass nicht Umwelt- / Naturschutzüberlegungen dazu geführt haben, sondern nur die Betriebskosten.

Dass die Anlagen auf die Dächer kommen, finde ich gut. Allerdings sollte der Strom für die Oberhofer Bevölkerung genutzt werden ...

Mehr aus der Region Suhl - Schmalkalden - Meiningen

Mehr aus Thüringen