Oberhof SPD-Kanzlerkandidat Scholz kritisiert Maaßen-Kandidatur für CDU

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Kandidatur von Hans-Georg Maaßen (CDU) im Südthüringer Wahlkreis kritisiert. Scholz sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Oberhof, alle seien sehr entsetzt darüber, dass Maaßen für die CDU kandidiert. Seine Positionen würden nicht mit denen der meisten Mitglieder in der CDU übereinstimmen. Er wolle sich dafür einsetzen, dass jemand als Direktkandidat gewählt wird, der eine Mehrheit gegen Hans-Georg Maaßen bekommt, so Scholz.

SPD-Kanzlerkandidat mit dem Südthüringer SPD-Bundestagskandidaten Frank Ulrich im Wintersportzentrum in Oberhof
Unterstützung für den Südthüringer SPD-Direktkandidaten für den Bundestag, Frank Ulrich (li.): Kanzlerkandidat Olaf Scholz Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der ehemalige Verfassungsschutzchef Maaßen hatte zuletzt immer wieder mit umstrittenen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. So hatte Maaßen öffentlich-rechtlichen Journalisten einen "klaren Linksdrall" unterstellt und gefordert, ihre charakterliche Eignung zu überprüfen. Dafür war er scharf kritisiert worden, auch aus den Reihen der CDU.

Für klimaneutrale Sportstätten

Bei seinem Besuch in Oberhof befürwortete Scholz auch das neue Energiekonzept für die Sportstätten. Scholz sagte, bei weiteren Investitionen in die Wintersport-Infrastruktur müsse auch auf das Klima geachtet werden. Mit dem neuen Energiekonzept sollen die Sportstätten klimaneutral arbeiten. Der Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum bemüht sich dafür um finanzielle Unterstützung vom Bund. Das Konzept soll nach Angaben des Wintersportzentrums allerdings erst nach der Doppel-Weltmeisterschaft 2023 vollständig umgesetzt werden. Darin ist unter anderem vorgesehen, dass die Abwärme der Kühlanlagen zum Heizen von Gebäuden genutzt wird.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 07. Juli 2021 | 18:00 Uhr

43 Kommentare

Germinator aus dem schoenen Erzgebirge vor 10 Wochen

"Und nur 77 beantworteten die Sonntagsfrage auf die sich die Zahlen, die im Artikel beschrieben sind, beziehen."

Und zur Bundestagswahl gehen noch weniger in Prozenten ausgedrückt, und dennoch drückt die Wahl den Wählerwillen aus, wird uns zumindest so vermittelt ;-)

Damit will ich nur ausdrücken, das 77 Prozent für eine qualifizierte Datenerhebung schon aussagekräftig sind.

MDR-Team vor 10 Wochen

Wenn Sie schon den NDR-Artikel zitieren, haben Sie sicherlich auch gelesen, dass die Zahlen dieser Umfrage mit Vorsicht zu genießen sind. Denn nicht alle öffentlich-rechtlichen Sender haben an der Umfrage teilgenommen. Das ZDF und der Saarländische Rundfunk hatten zum Zeitpunkt der Umfrage keine Volontäre in Ausbildung. Von den 150 Volontären und Volontärinnen, die es während der Umfrage gab, nahmen nur 86 daran teil. Und nur 77 beantworteten die Sonntagsfrage auf die sich die Zahlen, die im Artikel beschrieben sind, beziehen.

Allgemein wählen wir unser Personal nicht nach politischer Vorliebe, sondern nach beruflichen Qualifikationen aus. So wie das in jeder anderen Branche ebenfalls üblich ist.

Tacitus vor 10 Wochen

Im Kern ist die Kritik von Maaßen richtig. Wenn der ÖRR wirklich bestehen bleiben will, dann kommt er um eine Reform nicht herum. Nur mit neuen integren Hauptpersonen kann dies gehen- Restle, Will, Welke etc haben in einem neutralen ÖRR nach dem Rundfunkrahmengesetz keinen Platz.

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