Fotovoltaik Oberhofer Sportstätten erzeugen künftig Sonnenstrom

Die Oberhofer Sportstätten sollen künftig 15 Prozent ihres Energiebedarfs mit Fotovoltaik erzeugen. Dafür werden zwei Millionen Euro investiert. Am Dienstag begann der Ausbau.

Drei Männer auf einem Dach senken in Solarpanel.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

An der Eisarena (Rennschlitten- und Bobbahn) in Oberhof ist am Dienstagnachmittag das erste von 2.000 Modulen der neuen Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen worden. In den kommenden sechs Wochen soll die Anlage montiert werden.

Wärme-, Kälte- und Stromversorgung

Sie soll auf Dächern und Fassaden der Oberhofer Sportstätten installiert werden und so zum Beispiel das Biathlonstadion und den Snow- und Bikepark energiesparend und nachhaltig versorgen, hieß es bei der Vorstellung in Oberhof. Auch die benachbarte Skilanglaufhalle und die neue Schneelagerhalle werden mit Fotovoltaik ausgerüstet.

Blick auf die Eishalle mit Baufahrzeug davor.
Blick auf die Eishalle in Oberhof Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Eigener Strom zu den Weltmeisterschaften in Oberhof

Die Kosten für die Fotovoltaik- und Solaranlagen belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Modellprojekt. Thüringens Wirtschaftsstaatsekretär und WM- und Oberhofbeauftragter der Landesregierung, Hartmut Schubert (SPD), sagte, zu den Weltmeisterschaften der Rodler Ende Januar 2023 und der Biathleten solle ein Großteil des Stroms schon selbst produziert werden.

Großes Medieninteresse an der Eishalle Oberhof. Hier werden gerade Solarzellen angebracht, de die Sportstätten mit Energie versorgens sollen.
Das Projekt stößt bei der Vorstellung auf großes Interesse. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Energie-Mix geplant

Nach Berechnung des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum soll in Zukunft die komplette Energie vor Ort hergestellt werden. Allein die Fotovoltaikanlagen liefern den Angaben zufolge rund 750.000 Kilowattstunden. Damit könnten gut 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs gedeckt werden.

Ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände solle weitere Energie liefern - auch für die Stadt Oberhof und die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof, so Schubert. Zudem soll die Abwärme aus den Kälteaggregaten ab dem bevorstehenden Winter genutzt werden.

Das sei besonders in der aktuellen Energiekrise ein guter Plan, wie es vor Ort hieß. Neben den Solaranlagen soll auch Wasserstoff und Windenergie genutzt werden.

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MDR (ifl)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 30. August 2022 | 18:20 Uhr

8 Kommentare

Hobby-Viruloge007 vor 21 Wochen

Der Solarertrag ist im Winter sowieso nur ein Bruchteil der Sommerleistung. Dazu die Zellen nicht abgeschrägt zu montieren, lässt dieses Projekt zum Symbolprojekt verkommen. Im Winter wird auf dem Dach nämlich Schnee liegen .....

DanielSBK vor 21 Wochen

Dann ziehen Sie bitte in den Wald - ohne Kühlschrank - und leben da Ihr Leben als Einsiedler weiter; ist auch besser für Ihren CO2-Fußabdruck - und verschonen uns mit Ihrer grünen Ideologie. Internet haben Sie da auch nicht, so wie hier. Das verbraucht alles nur viel zu viel Strom und heizt die Erde weiter auf.

Sascha Ulmen vor 21 Wochen

Naja, wer im Sommer eine Schnee- und Winterlandschaft in einer Halle erzeugt, der hat nicht wirklich viel mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Hut, scheint mir.

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