Schmalkalden Süßwaren-Hersteller Viba Sweets will expandieren

Der Nougat-Hersteller Viba Sweets in Schmalkalden will seine Produktionskapazitäten erweitern. Die Planungen dafür laufen bereits, sagt Geschäftschäftsführer Storch. Das Ziel: neue Märkte erschließen.

Die Viba Sweets GmbH in Schmalkalden will weiter expandieren. Geschäftsführer Holger Storch sagte MDR THÜRINGEN am Samstag, zurzeit laufe dafür die Planungsarbeit. Dabei gehe es um die nötigen Produktionsgebäude, Technologien und um die Standortfrage. Mit einem Baustart sei allerdings noch nicht innerhalb der nächsten sechs Monate zu rechnen. Viba erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von etwas mehr als 40 Millionen Euro pro Jahr. Das Unternehmen hat insgesamt rund 500 Beschäftigte.

Viba-Geschäftsführer Holger Storch.
Planungen für Unternehmenserweiterung laufen: Viba-Geschäftsführer Holger Storch Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Plan: Neue Märkte erschließen

Viba Sweets will mit der Expansion neue Märkte im In- und Ausland erschließen. Laut Storch hat das Schmalkalder Unternehmen zurzeit einen Exportanteil von lediglich fünf Prozent. Hier gebe es noch Nachholbedarf. Produkte der Viba-Gruppe werden bisher unter anderem nach Tschechien, Frankreich und nach Nordamerika geliefert.

Verbessern will der Spezialist für Nougat-Produkte zudem seinen Bekanntheitsgrad in den westdeutschen Ländern. Anders als in Ostdeutschland ist die Marke Viba in Westdeutschland kaum bekannt. Der Südthüringer Süßwarenhersteller übernahm daher vor sechs Jahren die Confiserie Heilemann in Woringen in Südbayern. Zum einen, um die Produktpalette zu erweitern, zum anderen, um über Heilemann neue Märkte zu erreichen. Am Standort Woringen arbeiten laut Viba etwa 100 Menschen, am Standort Schmalkalden rund 400.

verpackte Riegel mit Nougat
Nougat-Riegel von Viba Bildrechte: imago/Karina Hessland

Neueinstellungen geplant

Im Zuge der Expansion plant Viba auch, weitere Mitarbeiter einzustellen. Allerdings in kleinen Schritten. Vorrangiges Ziel sei, die Produktivität zu steigern, so Geschäftsführer Storch. Seinen Angaben nach haben große Süßwarenkonzerne einen Lohnanteil von acht Prozent gemessen am Umsatz. Bei Viba liege dieser Anteil bei 25 Prozent. Die Viba Sweets GmbH gehört keinem Tarifverbund an. Laut Storch ist das auch darauf zurückzuführen, dass es im Unternehmen einen Mix an Arbeitsplätzen gibt. Etwa in der Produktion, in der Gastronomie, im Verkauf und in der Confiserie. Diese Vielfalt lasse sich schlecht mit einem Flächentarifvertrag abbilden. Laut Storch orientiert sich Viba bei der Entlohnung an den jeweiligen Branchentarifverträgen.

MDR (dr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 28. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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