Trotz Kritik von Bürgerinitiative Wirtschaftsministerium steht zu Ausbau der Skiarena Silbersattel

Das Thüringer Wirtschaftsministerium steht weiter zum Ausbau der Skiarena Silbersattel in Steinach im Landkreis Sonneberg. Die Stadt soll ihren Fokus aber auf eine ganzjährige Nutzung legen. Der Bau einer neuen Gondelbahn sorgt ebenfalls für Streit.

Bergstation der Skiarena Silbersattel mit Sessel- und Schlepplift
Das Wirtschaftsministerium möchte, dass die Stadt beim Ausbau der Skiarena Silbersattel den Fokus mehr auf eine Ganzjahresnutzung legt. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Thüringer Wirtschaftsministerium steht zum weiteren Ausbau der Skiarena Silbersattel in Steinach im Landkreis Sonneberg. Wie Olaf Dirlam, Referatsleiter Tourismus im Wirtschaftsministerium, am Donnerstagabend im Stadtrat in Steinach sagte, wollen Stadt und Land trotz Kritik einer Bürgerinitiative in Sachen Ausbau an einem Strang ziehen.

Förderung an Bedingung geknüpft

Laut Dirlam will das Wirtschaftsministerium den Ausbau weiter fördern, sobald ein überarbeiteter Antrag vorliegt. Darin soll die Stadt den Fokus mehr auf eine Ganzjahresnutzung legen und das Projekt auch in das überregionale Tourismuskonzept einbinden. Der Antrag muss bis Ende September eingereicht werden.

Streitfall Gondelbahn

Im Stadtrat hatte es am Donnerstagabend erneut Diskussionen um den Ausbau gegeben. Die Bürgerinitiative "Pro Stadion" will sich weiter gegen den geplanten Startpunkt einer neuen Gondelbahn am Stadion einsetzten.

Die Skiarena soll für insgesamt rund 20 Millionen Euro ausgebaut werden. Das Vorhaben soll allerdings in vier Abschnitten umgesetzt werden. Über jeden einzelnen will der Stadtrat neu entscheiden.

Gondelbahn in ersten Bauabschnitt nicht enthalten

Bislang hat sich das Gremium nur für den ersten Bauabschnitt mehrheitlich ausgesprochen. Darin ist die neue Gondelbahn mit dem Startpunkt am Stadion nicht enthalten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Juli 2021 | 12:00 Uhr

5 Kommentare

Critica vor 10 Wochen

Thüringen ist kein Wintersportland und wird auch keines. Die grünen Klimaapostel propagieren seit Jahren, dass wir bald so "erwärmt" sind, dass wir nur noch Badeanzüge brauchen. Also...
Das hier verpulverte Geld wäre im Katastrophenschutz besser angelegt, auch uns kann wieder solch ein Unglück treffen wie jetzt in NRW und Rheinland-Pfalz.
Aber wenn man aus ökologischen Gründen die Flussränder und Abflussgräben nicht sauber halten darf, dann müssen wir uns über Überflutungen nicht wundern und damit leben...

Matthi vor 10 Wochen

Wir reden seit Jahren über Klimawandel und das es immer Wärmer wird auf der anderen Seite wird in Thüringen immernoch am Wintersport mit Millionen von Steuergeldern festgehalten. Anscheinend denken die Studierten Verantwortlichen sie können das Klimarad zurück drehen. Es ist wichtig in Tourismus zu investieren aber es sollte für eine breite Masse der Touristen am Standort attraktiv werden und nicht nur für Wintersportler. Wandern alleine wenn es keinen Schnee gibt ist mir zu wenig, das kann man mal am Wochenende machen wenns nicht Regnet aber das wars dann.

lina vor 10 Wochen

Der Ausbau soll der Sommertourismus gefördert werden.
Das bedeutet, dass Geld wird zu einem großen Teil in die Nutzung im Sommer investiert.
Vielleicht ist der Name Skiarena ein Problem weil jeder an den Winter denkt.
Man sollte bei solchen Beiträgen villeicht nicht mehr Skiarena sagen, da es sonst immer falsch ankommt.

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