Umsatzplus Piko-Modellbahngeschäft legt auch im zweiten Pandemiejahr zu

Viele Wirtschaftszweige leiden an den Folgen der Corona-Pandemie - anders die Modellbahn-Branche. Das Sonneberger Traditionsunternehmen Piko meldet das zweite massive Umsatz-Jahresplus in Folge.

Piko-Geschäftsführer René F. Wilfer stellt bei einer Pressekonferenz neue Eisenbahnmodelle vor.
Piko-Geschäftsführer René F. Wilfer mit einer Neuheit: die E-Lok-Baureihe S499.1 der Tschechoslowakischen Staatsbahn bietet das Unternehmen jetzt auch im TT-Maßstab an. Das große Vorbild wird wegen ihres Lokkastens aus glasfaserverstärktem Kunststoff liebevoll "Laminatka" genannt. Bildrechte: dpa

Das Südthüringer Traditionsunternehmen Piko profitiert in der Corona-Pandemie weiter von der Lust an Modelleisenbahnen. Der geschäftsführende Piko-Gesellschafter René Wilfer sagte am Donnerstag am Firmensitz in Sonneberg, der Markt für die kleinen Bahnen und das Zubehör habe sich im vergangenen Jahr erneut positiv entwickelt.

Pikos Jahresumsatz sei im Vergleich zu 2020 um 12,3 Prozent gewachsen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend für Piko kaum gebrochen fort: 2020 hatte das Unternehmen ein Umsatzplus von 14,6 Prozent im Vergleich zu 2019 erzielt.

Pandemie bringt Neueinsteiger

Wilfer sagte, neben erfahrenen Modelleisenbahnern, die ihre Anlagen ergänzten oder ausbauten, habe es erneut viele Neueinsteiger in das Hobby mit den kleinen Loks und Wagen gegeben. In den USA seien Nachfrage und Absatz deutlich gestiegen. Das Umsatzplus sei trotz Problemen bei elektronischen Bauteilen mit langen Transportzeiten erreicht worden.

Probleme mit der Fertigung in China

Wilfer berichtete am Donnerstag von Problemen mit der Fertigung in China. Die Laufzeit einer Containerlieferung von dort nach Europa habe sich von sechs auf aktuell zehn Wochen erhöht. Gleichzeitig seien die Kosten gestiegen. Das Unternehmen produziert in Sonneberg sowie an einem Standort in China. Für 2022 peilt Piko laut Wilfer eine Umsatzsteigerung von acht Prozent an.

Quelle: MDR(cfr),dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 13. Januar 2022 | 19:00 Uhr

12 Kommentare

DER Beobachter vor 17 Wochen

Verstehe ich recht, dass Sie annehmen, dass auch Piko eher in Ostasien produzieren lässt wie vermutlich die meisten Unternehmen derart auch ;);( ? Wie auch immer: In N gabs seinerzeit weder die BR 101 (die noch immer real begehrte DDR-E-Lok im Bahndienst gerade auch der alten Bundesländer), noch die real-RGW-zwangsgekaufte rußende und gleisebrechende Taigatrommel (heute als aufgekauft nur noch bei paar privaten Güterunternehmen paar Loks aktiv in D).

DER Beobachter vor 17 Wochen

Naja, es soll wohl lt. Atheistin selbst ihre Mutter gewesen sein, die da arbeitete. Sie genoss nur das Mittagessen und die VEB-FDGB-Ferien. Aber das ging fast uns allen es noch erlebt habenden Ossis doch genauso. Ansonsten stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu... ;)

DER Beobachter vor 17 Wochen

Sicherlich ist (deutscher/europäischer) Nachwuchs in der nicht sonderlich gut bezahlten Modellbahnmanufakturarbeit (bei der übrigens auch Ihre Mutter auch zu Ihren gelobten DDR-Zeiten unterdurchschnittlich verdient haben dürfte) ein Problem. Und mal abgesehen davon, dass ich es fast schon als asozial empfinde, wenn Sie Leute in einem an sich schlechtbezahlten Job möglichst bald in die "verdiente Rente" wünschen: Haben Sie eigentlich kapiert, was im Text steht? Dass Modellbahnen teils wieder boomen? Unterm Strich wieder mal sinnfrei in die Tasten gehackt, sogar bei einem so an sich unpolitischen Thema...

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