Natur Beschädigte Waldwege in Thüringen werden mit Millionen-Betrag repariert

Der Borkenkäfer hat in den vergangenen Jahren große Waldflächen zerstört. Schwere Maschinen transportieren seitdem das Schadholz weg, was Spuren hinterlässt. Die beschädigten Wege werden nun repariert. Doch nicht für alle reicht das Geld.

In Thüringens Wäldern werden die stark zerfahrenen Waldwege in den nächsten Monaten nach und nach repariert. Die Landesbehörde Thüringenforst investiert insgesamt rund sieben Millionen Euro. Am Mittwoch ist in Spechtsbrunn im Landkreis Sonneberg offiziell der Startschuss dafür gefallen.

In den vergangenen zwei Jahren wurden allein im Forstamt Sonneberg 1,2 Millionen Festmeter Borkenkäferholz geschlagen. Das war etwa zehnmal so viel wie in normalen Jahren. Dieses Holz musste mit schwerem Gerät aus dem Wald geholt werden. Dabei wurden viele Wege völlig zerstört. Weil die Böden durchnässt waren, sind die Waldwege durch die Dauerbelastung regelrecht weggebrochen. Laster versanken bis zu den Achsen im Schlamm.

Holzernte im Thüringer Wald
Schwere Maschinen hinterließen tiefe Furchen im Waldboden - wie hier vor einigen Jahren. Bildrechte: imago/VIADATA

Geld reicht nicht für alle Waldwege

Forstamtsleiter Roland Kaiser sagte, nur ein geringer Teil der Waldwege könne vollständig saniert werden. Für alle reiche das Geld nicht aus. Alle anderen Wege werden laut Kaiser so hergerichtet, dass sie zumindest wieder befahrbar sind. Allein im Forstamt Sonneberg wird nun eine halbe Million Euro in die Reparatur der Waldwege investiert.

Laut Thüringenforst durchzieht ein mehr als 11.000 Kilometer langes Wegenetz die Laub- und Nadelwälder Thüringens. Die Trockenheit in den Hitzejahren 2018 und 2019 hat die Population der Borkenkäfer explodieren lassen, sodass große Flächen Wald vernichtet wurden.

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MDR (sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 11. Mai 2022 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Jedimeister Joda vor 1 Wochen

Wo wird das Geld nicht reichen? Ich vermute mal da wo die Kleinwaldbesitzer Flächen haben. Vielleicht die richtige Idee. Die kleinen spielen keine Rolle. Sie sollen abkassiert werden. Das ist scheinbar euere Demokratie. Pfui Joda aus dem Dagobasystem

Gurg vor 1 Wochen

Wenn der Erlös des Einschlages die durch diesen verursachten Kosten, inklusive CO2-Freisetzung und zerstörte Wege, nicht deckt, muss man ihn sein lassen. Ohne Beräumung entwickelt sich naturnaher Wald von selbst.

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