Schneefall Wintersaison im Thüringer Wald beginnt früher als geplant

Wintersportler könnten in den kommenden Tagen in den Höhenlagen des Thüringer Walds bereits auf ihre Kosten kommen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet weiteren Schneefall. In der Skiarena Silbersattel öffnen die Pisten diesen Samstag.

Skifahrer auf einer Piste
Wintersportfreunde hoffen auf weiteren Schneefall im Thüringer Wald. Bildrechte: IMAGO / Westend61

Der Wintereinbruch im Thüringer Wald ermöglicht einen frühzeitigen Start in die Skisaison. Wie Axel Müller, Betreiber der Skiarena Silbersattel in Steinach, mitteilte, öffnen die Pisten bereits diesen Samstag. Laut Müller liegen am Fellberg bis zu 40 Zentimeter Naturschnee. Hinzu kommen stellenweise 70 Zentimeter Kunstschnee. Zum Saisonstart geöffnet haben etwa 3,5 Kilometer Piste, drei Liftanlagen und das "Rodel-Land mit Zauberteppich".

Im Skigebiet gelten die 2G-Regeln. Eigentlich war der Saisonstart in Steinach (Kreis Sonneberg) erst für Mitte Dezember vorgesehen. Am Dienstag hatte es im Thüringer Wald allerdings heftig geschneit. Außerdem konnte durch die kalten Temperaturen kräftig Kunstschnee produziert werden.

Bergstation der Skiarena Silbersattel.
Die Bergstation der Skiarena Silbersattel mit Sessel- und Schlepplift - im Jahr 2019. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vorbereitungen laufen auch in Oberhof

Auch am Fallbachhang in Oberhof laufen die Vorbereitungen für den Saisonstart. Hier soll der Skibetrieb voraussichtlich in der nächsten Woche starten. Unklar ist noch, wann die Pisten in Masserberg und Schmiedefeld öffnen.

Wer den Winter schon genießen will, der kann laut Regionalverbund Thüringer Wald aktuell 13 Winterwanderwege nutzen. Im Loipengarten in Masserberg ist auch Langlauf möglich. Bis zum Wochenende hofft der Regionalverbund, dass noch weitere Loipen gespurt werden können.

In der vergangenen Wintersaison blieben alle Thüringer Skilifte trotz ausreichend Schnee aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Die Hilfen des Landes konnten den Schaden bei vielen Betreibern nur begrenzt decken.

Wetterdienst rechnet mit weiterem Schneefall

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die kommenden Tage weiteren Schneefall in den Höhenlagen des Thüringer Walds. Der Schnee, der am Mittwoch gemessen wurde, sei zwar vielerorts wieder getaut, dich in der Nacht zu Donnerstag sollen die Temperaturen wieder zurückgehen.

Am Donnerstag wird schauerartiger Niederschlag teils mit Schnee erwartet. Oberhalb von 400 Metern sei durchweg mit Schnee zu rechnen - bei Temperaturen zwischen fünf Grad am Tag und minus zwei Grad in der Nacht.

Quelle: MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 01. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

W.Merseburger vor 7 Wochen

Dietmar,
Zum Ahrtal kann ich Ihnen nur schreiben. Zu diesem Unglück führten eigentlich alle Faktoren zur gleichen Zeit. Es war eine extreme 5b Wetterlage wie sie wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten in diesen Regionen kaum vorkommen wird. Aufgrund der Geologie können solche Wassermengen im engen Tal nicht aufgenommen werden. Zusätzlich hat der Katastrophenschutz nicht funktioniert und Warnungen von Meteorologen sind nicht ernst genug genommen worden. Weiterhin zeigte sich, dass die enge Bebauung des engen Tales fatale Folgen hatte. Zur Erinnerung: Solche extreme 5b Wetterlagen haben meist im Osten, also 400 km weiter östlich des Ahrtales, stattgefunden und in diesem Jahrhundert bereits zu 2 Hochwassern an Elbe und Nebenflüssen geführt. Deswegen wurden in diesen Gebieten schon um oder ab 1900 Talsperren errichtet.
Sie berichten von Starkregen im Juni in Thüringen. Auch solche Ereignisse werden Sie nicht verhindern , selbst wenn das Klima dem von 1850 entspräche.

Dietmar vor 7 Wochen

W.Merseburger:
"und einer ganzen Menge an Regen und zwar eben nicht an Starkregen!"
Erzählen Sie das mal den Leuten im Ahrtal.

29.06.2021 In Burgwalde (Landkreis Eichsfeld) blockiert eine durch Unwetter ausgelöste Schlammlawine mehrere Straßen
08.06.2021 Nach Starkregen stehen in Wandersleben (Landkreis Gotha) Straßen bis zu 30 cm unter Wasser. Dabei werden Häuser, Garagen, Gärten und Grundstücke überflutet.
04.06.2021 In Mosbach (Landkreis Wartburgkreis) bildet sich nach Starkregen eine Flutwelle aus, die zu massiven Sachschäden an Gebäuden und Straßen führt.

W.Merseburger vor 7 Wochen

Kelte...,
ihr Beitrag ist diskussionswürdig. Deswegen antworte ich Ihnen.Sie wünschen den Betreibern der Anlagen gute Geschäfte mit vielen "Kunden". Warum wünschen Sie nicht den Wintersportfreunden viel Spass und möglichst gute Bedingungen zum Schneevergnügen? Nun stellen Sie einen Zusammenhang zwischen einem möglichen Winterwetter und den sogenannten Leugnern des menschengemachten Klimawandels her. Das Problem sind aber die Klimahysteriker, die von nun an und für immer alle Wettererscheinungen als Klimawandel beschreiben und sinnlose Sofortmassnahmen erreichen möchten. Bisher war 2021 ein Jahr mit nicht zu heißen Perioden und einer ganzen Menge an Regen und zwar eben nicht an Starkregen! Bedenklich wird es für mich, wenn auch viele Sonnenscheinstunden stark negativ im Sinne der Klimahysteriker diskutiert werden.!

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