Suhl Erneut Unruhen in Flüchtlingsunterkunft - Wachen schließen sich ein

Nach Ausschreitungen am Wochenende hat es in der Suhler Flüchtlingsunterkunft auch am Montag Unruhen gegeben. Wie eine Polizeisprecherin sagte, mussten die Beamten Wachschutz- und Sanitätsmitarbeitern aus einer brenzligen Situation helfen.

Demnach sollten einige Corona-negativ getestete Bewohner der Unterkunft die Quarantänestation verlassen. Daraufhin rebellierten etwa 30 bis 40 andere Flüchtlinge, die weiterhin unter amtlicher Quarantäne stehen. Für die Wachen und das Sanitätspersonal geriet die Situation außer Kontrolle, sie schlossen sich in einem Zimmer ein. Polizisten mussten anrücken und sie herausbegleiten. Zahlreiche Beamte seien im Einsatz gewesen, so die Polizeisprecherin.

Menschen gehen hinter einem Bauzaun entlang
Die Polizei ist weiter an der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung vor Ort. (Archivbild) Bildrechte: WichmannTV

Unterkunft in Suhl: Bewohner wollten Quarantäne umgehen

Schon am Wochenende hatten mehrere Bewohner der Quarantäne entgehen wollen. Sie lösten unter anderem Feueralarm aus. Mehrere Polizeiwagen und ein Team der Bereitschaftspolizei rückten aus. Die Lage habe zunächst beruhigt werden können. Wie ein Polizeisprecher weiter mitteilte, fehle einigen Bewohnern jedoch das Verständnis für die Quarantäne-Regeln.

Laut einem Bericht des Portals insuedthueringen.de hatten sich etwa 30 Bewohner nach Kontakt mit einem Corona-Infizierten geweigert, in ein separates Quarantäne-Gebäude umzuziehen. Daraufhin sei das Waschutzpersonal eingekesselt worden. Die Sicherheitsleute mussten dann von der Feuerwehr durch ein Fenster und über eine Leiter befreit werden. Seitdem ist die Polizei vor Ort in Bereitschaft, um schnell wieder eingreifen zu können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 14. Dezember 2020 | 14:30 Uhr

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