Politik Konkurrenz für Maaßen und Simon: Auch Herbert will für CDU in Südthüringen in Bundestag

Hardy Herbert will für die CDU Südthüringen in den Bundestag. Der CDU-Rechnungsprüfer hat sich für eine Kandidatur beworben. Ende April nominieren die Delegierten ihren endgültigen Kandidaten für das Bundestagsmandat.

Ein Porträt von Hardy Herbert.
Hardy Herbert hat sich für ein Bundestagsmandat der CDU Südthüringen beworben. Bildrechte: MDR/Hardy Herbert

Neben Ex-Geheimdienstchef Hans-Georg Maaßen und dem Erfurter Hans-Arno Simon möchte ein weiteres CDU-Mitglied Kandidat im Bundestagswahlkreis Südthüringen werden. Wie ein Sprecher des Suhler CDU-Kreisverbandes am Mittwoch mitteilte, hat sich Hardy Herbert aus Bad Salzungen dafür beworben. Herbert ist seit Mai 2010 CDU-Mitglied, aktuell der Rechnungsprüfer der CDU Thüringen und führt als Rechtsanwalt Kanzleien in Bad Salzungen und im Schmalkalder Ortsteil Wernshausen.

Maaßen in Südthüringen umstritten

Herbert will gegen den früheren Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, und den Regierungsdirektor bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Hans-Arno Simon, antreten. Insbesondere die Kandidatur Maaßens gilt als umstritten innerhalb der Südthüringer CDU-Kreisverbände.

Entscheidung über CDU-Kandidat Ende April

Während Maaßen für die Wahlkreisvertreterversammlung bereits nominiert ist, sind weder Simon noch Herbert bisher von einem Kreisverband oder einem Delegierten in der Wahlkreisvertreterversammlung vorgeschlagen worden. Dies ist jedoch Voraussetzung, um bei der CDU-internen Wahl überhaupt antreten zu können.

Die 47 Delegierten aus den CDU-Kreisverbänden Sonneberg, Suhl, Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen wollen sich im April auf einen gemeinsamen Kandidaten für den Bundestagswahlkreis 196 festlegen. In diesem Wahlkreis muss die CDU einen neuen Kandidaten bestimmen, weil der bereits intern nominierte Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann wegen mutmaßlicher Geschäfte mit Corona-Schutzmasken sein Mandat aufgegeben und seinen Parteiaustritt erklärt hat.

Quelle: MDR/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. April 2021 | 07:00 Uhr

9 Kommentare

hansfriederleistner vor 26 Wochen

Ich gebe auch nicht viel auf Umfragen. Aber wenn man nur negativ urteilt ist das auch nicht das Gelbe vom Ei. Herr Söder hat als Finanzminister in Bayern die Schulden kräftig abgebaut. Er hat ein Wahlergebnis von 40 %. Da würden sich andere Politiker einen Goldkranz aufsetzen. Daß er auch Fehler hat, bestreitet doch kein Mensch.

Der Matthias vor 26 Wochen

@hansfriederleistner

Umfragen sind immer nur Momentaufnahmen und sollte man nicht überbewerten! Martin Schulz z.B. war seinerzeit (im Februar 2017) der beliebteste deutsche Politiker, bei einer Direktwahl des Kanzlers hätten 50% der Deutschen für ihn gestimmt (für Merkel hingegen nur 34%). Von seiner eigenen Partei, der SPD, wurde Schulz mit 100% zum Kanzlerkandidaten gewählt. Wie dann allerdings die Wahl für ihn und die SPD im Herbst 2017 tatsächlich ausgegangen ist, dürfte allgemein bekannt sein. Und wenn es immer nur nach Umfragen gegangen wäre, dann wäre ein Helmut Kohl nie Kanzler geworden und schon gar nicht mehrmals wiedergewählt worden, da in den Umfragen beim Volk stets andere Politiker weitaus beliebter waren als er selbst, selbst ein Rudolf Scharping!

knarf2 vor 26 Wochen

Ich kann die ganze Aufregung um die Niederlage Herrn Söders nicht nachvollziehen.Auch wenn viele so tun daß die Basis hätte gefragt werden müssen ist leider nur ein Wunsch aber kein Gesetzesverstöße.Um das in der Zukunft zu ändern müßten eben die innerparteilichen Bestimmungen geändert werden.Herr Söder hat sich eben verkalkuliert und verloren.

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