Asylpolitik Suhler Oberbürgermeister fordert zweite Erstaufnahme für Flüchtlinge und härteres Durchgreifen

Suhls Oberbürgermeister fordert Thüringens Innenminister Georg Maier dazu auf, Randalierer schneller in andere Flüchtlingsunterkünfte zu bringen. Zudem verlangt er eine Begrenzung für die Unterbringung alleinreisender Männer.

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl.
Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Stadt Suhl fordert von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) ein härteres Durchgreifen bei Straftätern aus der Erstaufnahmeeinrichtung. Wie Oberbürgermeister André Knapp (CDU) in einem Brief an Maier schreibt, sollten Randalierer und Störer innerhalb von Stunden in andere Unterkünfte gebracht werden.

Außerdem besteht Knapp darauf, dass künftig die Unterbringung alleinreisender junger Männer in Suhl auf 50 begrenzt wird. Derzeit seien es 100 in der Erstaufnahme. Knapp fordert die Landesregierung zudem dazu auf, eine zweite Erstaufnahme in Thüringen zu etablieren.

Petition zur Schließung der Suhler Unterkunft

In der vergangenen Woche hatte Innenminister Maier angekündigt, dass Polizisten die Suhler Flüchtlingsunterkunft künftig rund um die Uhr überwachen werden. Auch die zusätzlichen Streifen in den angrenzenden Wohngebieten sollen bleiben. Des Weiteren sollen Informationen zwischen der Polizei und den Ausländerbehörden zu straffällig gewordenen Bewohnern schneller ausgetauscht werden.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Knapp eine Petition im Thüringer Landtag eingereicht, deren Ziel die Schließung der Flüchtlingsunterkunft ist. Mehr als 1.900 Menschen haben die Petition auf Listen oder der Internetseite des Thüringer Landtags unterzeichnet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. August 2021 | 15:30 Uhr

118 Kommentare

Simone vor 9 Wochen

@H. Braun

Einem Vergewaltigungsopfer ist es herzlich egal ob es vom eigenen Freund, einem Deutschen oder einem Flüchtling vergewaltigt wird.
Ansonsten diskutieren wir hier über die Einrichtung in Suhl. Pauschalvorwürfe vn Raub und Vergewaltigung haben damit erst einmal absolut nichts zu tun und entbinden sie nicht zu argumentieren.

Dass eine Straftat einem keine Pluspunkte beim Asylverfahren einbringt sollte klar sein, dass Deutschland aus berechtigten Gründen so manchen Straftäter nicht abschiebt ist aber auch eine Tatsache. Dass man manche Menschen überhaupt nicht abschieben kann, weil sie keiner aufnimmt, das wird von Populisten gerne ausgeblendet.

Simone vor 9 Wochen

@faultier: Da haben sie sich ja mit Polen, Ungarn und Rumänien wirklich die Musterdemokratien auf unserem Kontinent herausgesucht. Korruption und Vertternwirtschaft wohin man dort schaut und die Demokratie will man auch möglichst so umbauen, dass die aktuell regierende Partei möglichst dauerhaft am Ruder bleibt. Da hilft es Flüchtlinge zu dämonisieren um von den eigenen Machenschaften abzulenken.

Simone vor 9 Wochen

@Bria21:
Nicht nur Suhl hat so eine Einrichtung und wenn sich in Suhl keine Frauen mehr aus dem Haus trauen, dann liegt es wohl eher an Suhl und nicht an den Geflüchteten, die in allen Bundesländern in ähnlicher Konstellation untergebracht sind.

Ich will Probleme gar nicht leugnen, aber wenn man von so einer Lage politisch profitieren will, dann liegt es in der Natur der Sache, dass man überdramatisiert und den Untergang des Abendlandes an die Wand malt. Trotz aller Untergangsvisionen aus der alternativen Ecke ist nichts dergleichen seit 2015 geschehen.

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