Corona-Auflagen Friseur-Protest: "Aktion der toten Scheren" nach großer Resonanz verlängert

Die "Aktion der toten Scheren", die auf die Corona-Situation von Friseuren aufmerksam machen soll, ist um eine Woche verlängert worden. Die von der Handwerkskammer Südthüringen gesammelten Scheren sollen in Berlin abgegeben werden.

Eine Kiste in der viele Scheren mit schwarze Schleifen liegen
Mit der "Aktion der Toten Scheren" machen Friseure auf ihre Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Die Handwerkskammer Südthüringen sammelt noch bis Ende der Woche Friseurscheren ein. Wie ein Kammersprecher MDR THÜRINGEN auf Nachfrage sagte, wurde die Aktion der toten Scheren wegen der großen Resonanz um eine Woche verlängert. Bisher sind mehrere Hundert Scheren mit einer schwarzen Schleife von Friseuren aus ganz Deutschland angekommen.

Scheren-Übergabe in Berlin

Mit der Aktion wollen die Unternehmer auf ihre prekäre Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Die Scheren sollen in der kommenden Woche in Berlin übergeben werden.

Friseur-Öffnungen in Thüringen ab 1. März

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zu einer Verlängerung des Corona-Lockdowns sollen Friseure ab dem 1. März unter Auflagen wieder Haare schneiden können. Zunächst war in Thüringen geplant, bereits ab dem 20. Februar Friseursalons zu öffnen. Der Vorschlag konnte sich in der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch jedoch nicht durchsetzen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. Februar 2021 | 12:30 Uhr

2 Kommentare

Ritter Runkel vor 23 Wochen

@Critica
Ich denke die heutige Situation ist mit 1989 nicht vergleichbar.
Im Übrigen, wie viele Prozent der DDR-Gesamtbevölkerung haben bis zum
09. November 1989 an Demonstrationen teilgenommen?

Critica vor 23 Wochen

Ich finde diese Aktion gut, sie hatte zumindest einen "Teil"erfolg. Nun dürfen auch die Floristen wieder öffnen, weil sie gemurrt haben. Jetzt müssen noch die Gastronomen leere Töpfe vor die Bürgermeisterämter stellen und die Hoteliers leere Betten, die Modeverkäufer "alte Hüte" und die Schuhverkäufer Gummistiefel. Denkt an 1989. Da haben die DDR-Bürger sehr viel geschafft. Stolz drauf!
P.S. Ich bin gespannt, ob der mde diesen Kommentar veröffentlichen darf.

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