Gesundheitswesen Kooperation mit Coburg könnte Frühchenstation Suhl retten

In der Debatte um den Erhalt der Frühchenstation wird eine Kooperation der Kliniken in Suhl und Coburg geprüft. Es habe Gespräche zwischen den Betreibern gegeben, bestätigte ein Sprecher des SRH-Zentralklinikums in Suhl.

Ein Baby liegt auf einer Frühchenstation.
Ein Baby auf einer Frühchenstation: Krankenkassen haben eine mögliche Kooperation zwischen den Kliniken in Suhl und Coburg ins Spiel gebracht. Bildrechte: dpa

Wie eine Zusammenarbeit im Detail aussehen könnte, blieb zunächst offen. Krankenkassen hatten diese Option ins Spiel gebracht, um für beide Häuser eine Lösung zu finden. Auch dem Regiomed-Klinikum in Coburg droht wegen zu niedriger Patientenzahlen die Schließung der dortigen Frühchenstation. Zuerst hatte das "Freie Wort" über die Verhandlungen berichtet.

Das SRH-Klinikum Suhl hatte bisher für das kommende Jahr eine Ausnahmeregelung für seine Frühchenstation angestrebt. Außerdem muss sich der Thüringer Landtag mit dem Thema beschäftigen. Mit einer Online-Petition hatte das Suhler Klinikum binnen zwei Wochen mehr als 2.000 Unterschriften gesammelt.

Gegen Vorgaben für Spezialstationen läuft Sammelklage

Ab kommendem Jahr ändern sich die Vorgaben für diese Spezialstationen. Um den Level-1-Status zu behalten, müssen jährlich mindestens 20 Frühchen mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm behandelt werden. Diese Vorgaben erreichen weder die Klinik in Suhl noch die in Coburg. Gegen die neuen Richtlinien läuft am Landessozialgericht Berlin-Brandenburg eine Sammelklage, der sich mehr als 30 betroffene Kliniken angeschlossen haben.

Mehr über die Frühchenstation in Suhl

MDR (tig/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. September 2022 | 10:30 Uhr

1 Kommentar

Germinator aus dem schoenen Erzgebirge vor 8 Wochen

Die kleinen Frühchen, die sich nicht wehren können, denen wird das Geld gekürzt.

Schämt euch!

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