Gebietsreform Suche nach Fusionspartner: Suhl will mit Ilm-Kreis und Hildburghausen sprechen

Die finanzschwache Stadt Suhl sucht erneut nach möglichen Fusionspartnern. Nachdem Gespräche mit dem Kreis Schmalkalden-Meiningen nicht weiterführten, will sich die Stadt anderen Partnern zuwenden. Nun sollen auch mit dem Ilm-Kreis und dem Kreis Hildburghausen Gespräche geführt werden.

Blick auf Suhl
Die Fusionspläne zwischen Suhl und dem Kreis Schmalkalden-Meiningen sind erst einmal vom Tisch. Die Stadt Suhl will jetzt mit anderen Kreisen sprechen. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ilm-Kreis-Landrätin Petra Enders (parteilos) zeigte sich überrascht, will aber offen in die Fusions-Gespräche gehen. Auch Hildburghausens Landrat Thomas Müller (CDU) will erst einmal abwarten. Nach seinen Worten kann Geld gespart werden, wenn der Kreis Aufgaben für die Stadt übernimmt. Andererseits müsste Suhl dann auch eine Kreisumlage zahlen und könnte unterm Strich sogar ein Minus einfahren.

Stadt Suhl mit finanziellen Schwierigkeiten

Die ehemalige Bezirkstadt ist seit inzwischen sieben Jahren immer wieder auf Finanzhilfen vom Land angewiesen. Besonders das Congresscentrum belastet den städtischen Etat. Pro Jahr braucht es Zuschüsse von rund vier Millionen Euro. Insgesamt fehlen der Stadtkasse in diesem Jahr rund neun Millionen Euro. Geld fließt aus Erfurt jedoch nur dann, wenn Suhl alle Einsparmöglichkeiten ausschöpft.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Juli 2021 | 08:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus der Region Suhl - Schmalkalden - Meiningen

Mehr aus Thüringen