Cyberkriminalität Nach Hackerangriff: Stadt Suhl nach wie vor lahmgelegt

Die Stadtverwaltung in Suhl ist in Folge des Hackerangriffs immer noch weitestgehend arbeitsunfähig. Wie ein Sprecher MDR THÜRINGEN sagte, konnte der Zugriff auf die digitalen Daten und Systeme bisher nicht wiederhergestellt werden. Es werde daran gearbeitet, die Systeme wieder einsatzfähig zu machen. Priotität habe das Gesundheitsamt.

Ein Mann sitzt vor drei Bildschirmen mit Text.
Nach dem Hackerangriff ist Suhl immer noch weitesgehend arbeitsunfähig. Archivbild Bildrechte: dpa

Wichtig sei auch, dass Zahlungen wieder angewiesen werden könnten. Ermittlungsergebnisse der Polizei gibt es demnach noch nicht. Ob sensible Daten abgegriffen wurden, ist somit weiter unklar.

Auto-Abmeldung in umliegenden Landkreisen möglich

Einwohner, die Fahrzeuge bei der Kfz-Zulassungsbehörde abmelden wollen, können Termine in den Behörden der Nachbarlandkreise Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen und Ilm-Kreis vereinbaren. Neu- und Ummeldungen sind nicht möglich. Schon beantragte Personalausweise und Reisepässe können beim Einwohnermeldeamt abgeholt werden. In dringenden Fällen würden auch neue Dokumente ausgestellt, hieß es.

Der Cyber-Angriff hatte die Stadt Suhl am vergangenen Donnerstag getroffen. Oberbürgermeister André Knapp (CDU) sagte, er rechne mit längeren Ausfällen. Nach den Erfahrungen anderer Verwaltungen, die Opfer solcher Angriffe gewesen seien, könne es bis zu sechs Monate dauern, bis alles wieder funktioniert.

MDR (rbü)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten Südthüringen | 14. März 2022 | 15:30 Uhr

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