Geplatzte Fusion? Verhandlungspartner enttäuscht über Suhler Entscheidung

Nach der vorerst geplatzten Fusion der Stadt Suhl mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen zeigen sich die Verhandlungspartner enttäuscht. Eine Fusion noch in dieser Legislatur ist gescheitert, weil der Suhler Stadtrat am Montagabend den Grundsatzbeschluss für die Fusion zurückgezogen hat.

Innenstaatssekretär Uwe Höhn sagte, die Stadt Suhl habe damit ihre Zukunft verspielt. Knackpunkt war nach MDR-Informationen unter anderem das Congress Centrum. Die Stadträte wollen, dass das Land den Betrieb des Hauses übernimmt oder dauerhaft finanziert. Dies werde niemals geschehen, konterte Höhn. Mit all den zugesagten Geldern hätte sich die Stadt das CCS locker leisten können, so Höhn.

Peggy Greiser, Landrätin Schmalkalden-Meiningen
Landrätin Greiser ist enttäuscht über die geplatzte Fusion Bildrechte: imago/Karina Hessland

Auch Landrätin Peggy Greiser (pl) zeigt sich nach dem Rückzieher der Stadt Suhl in Sachen Fusion mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen enttäuscht. Wie Greiser am Dienstag MDR THÜRINGEN sagte, wird der Kreis zwar weiter mit der Stadt verhandeln. Allerdings sei völlig unklar auf welcher Basis. Das Land habe enorme finanzielle Zugeständnisse gemacht. Ob dies auch die nächste Landesregierung so mitmacht, sei fraglich, sagte Greiser weiter. Erst nach den Kommunalwahlen in drei Wochen soll weiter verhandelt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Mai 2019 | 08:00 Uhr

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