Tourismus Trotz Energiekrise: Skisaison im Thüringer Wald startet mit Schneekanonen

Im Thüringer Wald beginnt am Samstag offiziell die Wintersportsaison. Trotz Energiekrise wollen die Betreiber der großen Skigebiete ihr volles Programm bieten, inklusive künstlicher Beschneiung.

Einsatz von Schneekanonen so sparsam wie möglich

Die Kunstschneedecke auf dem Oberhofer Fallbachlift ist bis zu 60 Zentimeter dick. Ohne Schneekanonen wäre Alpinsport derzeit nicht möglich, der natürliche Schnee reicht einfach nicht. Aber so ist Skifahren ab sofort auch in Schmiedefeld am Rennsteig und in Steinach möglich.

Ein junger Mann fährt mit einem Snowboard eine Piste in Schmiedefeld am Rennsteig herunter.
Am Samstagmorgen waren die ersten Wintersportfans in Schmiedefeld am Rennsteig schon auf der frisch präparierten Piste. Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

Die Schneekanonen wollen die Betreiber so sparsam wie nur möglich einsetzen. Das geht aus einer Umfrage des Regionalverbunds Thüringer Wald hervor. Sie sollen laufen, wenn Temperaturen und Luftfeuchte optimal sind.

Skipässe rund zehn Prozent teurer

Um Strom zu sparen, werden lediglich die Zeiten für Flutlicht leicht verkürzt und die Schlepplifte etwas langsamer gestellt. Alpinfahrer müssen in diesem Jahre für die Skipässe im Schnitt rund zehn Prozent mehr zahlen.

MDR (jw)

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

11 Kommentare

Ludwig58 vor 23 Wochen

Da ich nicht Alpinsport betreibe, täte ich mich leicht, in das Horn meiner Vorredner bzw. -schreiber zu stoßen. Mache ich aber nicht ohne ein paar Anmerkungen:
Nicht jeder kann nach Österreich oder in die Schweiz fahren. Und wer es macht, verbraucht Sprit und schadet der Umwelt. Ist es da nicht besser, hier Sport treiben zu können? Da bekommt wenigstens die heimische Wirtschaft was ab!
Oder soll Wintersport nur dann stattfinden, wenn ausreichend Schnee liegt?
Ein weiterer Aspekt: beim Durchblättern der Prospekte der Einkaufsmärkte, die uns wieder mal mit vielen erlesenen Genüssen ein glückliches Weihnachten bescheren wollen, sind mir folgende Produkte aufgefallen:
Kirschen aus Südafrika, Tafeltrauben aus Brasilien/Peru, Weißer Spargel aus Peru, Heidelbeeren aus Südafrika, Himbeeren aus Marokko usw.usf..
Das ist nur eins von vielen möglichen Beispielen von Energieverschwendung, über die auch mal nachgedacht werden könnte, zumindest meines Erachtens.

martin vor 23 Wochen

@0000: Sind Ihnen mal wieder die Argumente ausgegangen, dass Sie auf Diffamierungsversuch wechseln? Zum einen ist "heuchelnde Klimajünger" für mich irgendwo zwischen Diffamierung und Beleidigung angesiedelt und zweitens hat es - auch bei den MDR Kommentaren - sehr wohl deutliche Kritik daran gegeben. Haben Sie vermutlich nicht gelesen - was an sich nicht schlimm ist. Man sollte sich nur seiner Grenzen bewusst sein. Oder wussten Sie das und haben Ihren Beitrag trotzdem rausgerotzt?

knarf vor 23 Wochen

Man kann zwar die Oberhofer verstehen weil
es um das wirtschaftliche Überleben geht.Trotzdem
wird es wohl nicht ewig reichen mit Schneekanonen gegen die Erderwärmung anzugehen.Soviel ich weiß
gibt es schon Vorstellungen
Oberhausen auch im Sommer attraktiv zu machen.

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