Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben

Keine BewegungWeiter kein Tarifvertrag: Thüringer Gastronomie-Beschäftigte fordern drei Euro mehr

von MDR THÜRINGEN

Stand: 14. Februar 2022, 10:56 Uhr

Im Tarifstreit des Thüringer Hotel- und Gaststättengewerbes ist - anders als etwa im Nachbarland Sachsen - weiter keine Einigung in Sicht. Arbeitgeber und Gewerkschaften werfen sich gegenseitig vor, sich in den Verhandlungen nicht zu bewegen. Seit Wochen gab es keine Gespräche mehr, ein neues Treffen wurde bisher nicht vereinbart.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG fordert, dass die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung aufgeben. Die untersten Lohngruppen sollen künftig rund 13 Euro pro Stunde erhalten - drei Euro mehr als bisher, fordert die NGG.

Die anderen Lohngruppen sollen entsprechend angehoben werden. Laut NGG keine überzogene Forderung: Es gehe um armutsfeste Löhne. Thüringen sei das einzige ostdeutsche Bundesland ohne Tarifvertrag und ohne Lohnplus.

Arbeitgeber: NGG-Forderung unerfüllbar

Die Arbeitgeber halten die NGG-Forderung für unerfüllbar. Sie bieten als Einstiegslohn ab Juli zwölf, und ab Dezember 12,50 Euro pro Stunde. Mehr sei nicht möglich, das Gastgewerbe gehe wegen Corona durch schwere Zeiten.

Beide Seiten erklärten ihre grundsätzliche Bereitschaft, weiter zu verhandeln. Der alte Tarifvertrag im Gastgewerbe ist Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. In der Branche arbeiten rund 20.000 Menschen.

Deutliche Lohnerhöhungen in Sachsen

In Sachsen hatten sich die Gewerkschaft NGG und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Anfang Februar auf einen Tarifvetrag verständigt. Die Einigung sieht deutliche Lohnsteigerungen um bis zu knapp 30 Prozent vor.

Mehr zum Thema Mindest- und Tariflohn

MDR (fno)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Februar 2022 | 08:00 Uhr

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen