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Worum es ging

Seit 1991 richtet ein deutsches Bundesland am Jahrestag deutschen Einheit am 3. Oktober die Feierlichkeiten dazu aus. "Dran" ist jeweils das Land, das gerade den Vorsitz im Bundesrat innehat - und das ist 2022 Thüringen. Es gab ein Bürgerfest in der Erfurter Innenstadt von Sonnabend (1. Oktober) bis Montag sowie einen Staatsakt im Theater und ein Gottesdienst im Dom am Montag (3. Oktober). Erwartet werden 120.000 Besucherinnen und Besucher, am Ende waren es mehr als 180.000 Gäste.

Was beim Bürgerfest geboten wurde

Beim Bürgerfest präsentierten sich alle 16 Bundesländer mit jeweils einer eigenen Bühne. Bundestag, Bundesrat, Bundespräsident, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht als die fünf Verfassungsorgane des Bundes sind mit großen Informationsständen vertreten. Dazu kamen noch 30 weitere Bühnen, unter anderem für Musikbands oder für Gesprächsrunden mit Bundespolitikern. Alle Veranstaltungen des Bürgerfestes waren öffentlich zugänglich und für alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei. Die genauen Standorte sind auf der Website zum Tag der Deutschen Einheit auf einer Karte zu finden. In den städtischen Museen und Galerien in Erfurt war der Eintritt an den drei Feiertagen ebenfalls frei.

Was das Fest für Anwohner bedeutet

Für die offiziellen Feierlichkeiten mit zahlreichen Ehrengästen wurde am 3. Oktober ein Sicherheitsbereich zwischen Theater und Domplatz eingerichtet. Von 6 Uhr morgens an bis voraussichtlich in die frühen Abendstunden konnte dieser Bereich nur von Inhabern einer speziellen Akkreditierung betreten werden. Um diese zu erhalten, sollten Anwohner und Gewerbetreibende sowie deren Mitarbeiter ein Kontaktformular ebenfalls auf der Website zum Tag der Deutschen Einheit ausfüllen. Für die Akkreditierung war eine Kontrollstelle im Comcenter der Landesentwicklungsgesellschaft in der Mainzerhofstraße zuständig. Eine Einfahrt in den Sicherheitsbereiches war nicht möglich.

Und was ist mit Demonstrationen?

In Erfurt finden seit Monaten jeweils montags Demonstrationen statt, die sich zunächst gegen die Corona-Politik von Land und Bund wandten. Mittlerweile protestieren die Teilnehmer vor allem gegen die Ukraine- und Krisen-Politik der Bundesregierung sowie gegen die Teuerung. Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein hatte auch am Rande der Einheits-Feiern mit Demonstrationen gerechnet. Der SPD-Politiker betonte im Vorfeld, es würden keine Demonstrationen verboten.