Kooperationen Wirtschaftsminister Tiefensee knüpft Kontakte in Indien

Seit Jahren unterhalten verschiedene Thüringer Unternehmen Geschäftsbeziehungen nach Indien. Dieser Tage werden vorhandene Kontakte ausgebaut und neue Verbindungen geknüpft, unter anderem in Neu-Delhi.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.
Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Durch Indien reist dieser Tage Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mit einer etwa 30-köpfigen Delegation aus Hochschul- und Unternehmensvertretern.

Zum Auftakt trafen die Thüringer den indischen Bundesminister für Elektronik und Informationstechnologie, Rajeev Chandra-shekar. Im Gespräch ging es unter anderem um die Zusammenarbeit mit indischen Start-Ups und mit Betrieben der Optik-Branche.

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Thüringer Hochschulen werben in Indien

Die Fachhochschule Erfurt erneuerte eine Kooperation mit einer indischen Hochschule. Die private medizinische Hochschule in Gera versucht, indische Fachleute zu gewinnen.

Stationen der Indien-Reise, die bis zum 23. September dauert, sind die Hauptstadt Neu-Delhi sowie die Wirtschaftszentren Pune, Coimbatore und Mumbai. "Die indische Wirtschaft ist nach den Corona-Lockdowns wieder auf Wachstumskurs", sagte Tiefensee vor der Reise.

Aktuell gingen die Prognosen für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt von einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von mehr als acht Prozent aus. Derzeit habe Indien aber infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit ähnlichen Probleme wie die EU zu kämpfen, vor allem mit steigenden Rohstoff- und Energiepreise und mit Störungen in den Lieferketten.

Langjährige Kontakte zwischen Thüringen und Indien

Seit 2012 steht der indische Subkontinent laut Angaben der Wirtschaftsministeriums im Fokus der Thüringer Außenwirtschaftspolitik. Etwa 90 Thüringer Unternehmen unterhalten den Angaben zufolge langfristige Exportbeziehungen nach Indien. Außerdem gebe es zwölf Thüringer Unternehmen mit Beteiligungen auf dem Subkontinent - darunter Glatt Ingenieurtechnik aus Weimar, Göpel Electronic aus Jena, Jenoptik, Petkus aus Wutha-Farnroda und Maximator aus Nordhausen.

MDR (ls,mm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Nachrichten | 20. September 2022 | 06:12 Uhr

3 Kommentare

Horst Hessel vor 5 Tagen

Also drücken wir Genossen Tiefensee mal die Daumen das die Reise sich für Thüringen und seine Unternehmen auszahlt. Laut Modi denkt dieses Land zuerst an sich und seine Wirtschaft und das ist eine gute Basis für einen guten Handel miteinander der vielleicht die eine oder andere Sanktion gegen Russland kompensiert, zu wünschen wäre es ja ohne wenn und aber. Immerhin ein riesiger potentieller Markt und mit der ideologischen Brille betrachtet moralisch die Guten.

Burgfalke vor 5 Tagen

Hoffenlich konnte er dort ein "gutes Wort" für die hiesigen Diesel- Nutzer einlegen u. uns somit preiswerten Diesel liefern lassen. Schließlich bekommt u.a. Indien preiswertes Rohöl aus Russland, das wir bekanntlich aus ideologischen Gründen ablehnen müssen.

Ralf G vor 5 Tagen

Indien hat seine Ölimporte aus Russland seit dem Krieg vervierfacht, weil es so billig ist. Werden wir dann vielleicht russisches Öl aus Indien importieren?
Ich bin nicht gegen Sanktionen. Aber sie sollten Sinn machen.

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