Überblick Wo Geflüchtete aus der Ukraine bislang in Thüringen ankamen

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine zieht es offiziellen Zahlen zufolge eher in die kreisfreien Städte in Thüringen. Erfurt, Gera, Jena, Suhl und Weimar verzeichneten bis zum Freitag rund 3.700 Geflüchtete, wie aus einer Übersicht des Landesverwaltungsamts hervorgeht. Das ist rund ein Drittel der bisher angekommenen 11.400 Kriegsflüchtlinge im Freistaat.

Menschen stehen vor einem Zentrum zur Registrierung und Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine in einem ehemaligen Krankenhaus
Rund 9.630 Menschen aus der Ukraine haben sich in den vergangenen Wochen bei den Ausländerbehörden angestellt und registrieren lassen. Bildrechte: dpa

In der Landeshauptstadt wurden rund 1.500 Menschen registriert. In Jena waren es 860. Hier wurden der Stadt zufolge bereits 56 Kinder in Schulen aufgenommen, acht weitere sind bereits in Kitas.

Neun Menschen in Erstaufnahme in Suhl

Insgesamt sind dem Landesverwaltungsamt zufolge rund 9.630 Geflüchtete bei den Ausländerbehörden der Kommunen gemeldet worden. Neun Menschen befinden sich in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Suhl. Dazu kommen rund 1.780 Menschen, die sich bei anderen Behörden gemeldet haben oder geschätzt wurden. Die Zahl könnte noch höher sein, weil sich Ukrainerinnen und Ukrainer grundsätzlich zunächst nicht melden müssen.

Den Zahlen zufolge sind etwa im Landkreis Sömmerda 500 von knapp 760 Menschen noch nicht erfasst. Laut einer Sprecherin des Landesverwaltungsamts ergibt sich die Schätzung daraus, dass im Landkreis viele private Verbindungen zu Menschen in der Ukraine bestehen.

Im Landkreis Altenburg fließen 393 Menschen in die Zählung ein, die noch nicht registriert sind, aber dafür bereits einen Termin bei der Ausländerbehörde vereinbart haben. Insgesamt sind im Landkreis demnach mindestens 544 Menschen angekommen.

Folgen des Krieges in der Ukraine

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. April 2022 | 15:00 Uhr

1 Kommentar

Ralf G vor 35 Wochen

Es ist gut, die ukrainischen Kriegsflüchtlinge in Wohnungen, d.h. in normalen Wohngebieten unterzubringen. Die Unterbringung in der EAE Suhl zusammen mit Wirtschaftsflüchtlingen sollte die Ausnahme sein. Bei einem evt. zukünftig knapp werdenden Wohnungsangebot erwarte ich von der Landesregierung endlich die Abschiebung ausreisepflichtiger Migranten. Den Bedarf der Ukrainer sehe ich vorrangig.

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